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05.02.2021 – 08:09

Ipsos GmbH

Sorge wegen Corona auf dem höchsten Stand seit April, Angst vor Armut steigt in Deutschland ebenfalls an

3 Dokumente

  • Corona auch global weiterhin Sorge Nummer 1
  • Deutsche Sorgen unterscheiden sich stark von globalen Problemen
  • Knappe Mehrheit sieht Deutschland auf dem falschen Weg

Hamburg, 05. Februar 2021. Immer mehr Deutsche sorgen sich wegen des Coronavirus. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung (56%) bezeichnet COVID-19 derzeit als eine ihrer größten Sorgen, drei Prozentpunkte mehr als im Dezember. Das ist das Ergebnis der monatlich in 27 Ländern durchgeführten Studie ›What Worries The World?‹ des Markt- und Meinungsforschungsunternehmens Ipsos. Seit September letzten Jahres (37%) ist die Corona-Sorge der Deutschen kontinuierlich angestiegen, lediglich im April 2020 (61%) war die Angst vor dem Virus kurzzeitig noch größer als heute. Armut und soziale Ungleichheit (39% | +3 seit Dezember) und der Klimawandel (27% | +2) folgen weit abgeschlagen auf den Plätzen zwei und drei der aktuell größten Sorgenthemen der Deutschen.

Corona auch global weiterhin Sorge Nummer 1

Im weltweiten Durchschnitt der 27 befragten Länder führt COVID-19 (50%) ebenfalls die Rangliste der momentan größten Sorgen der Menschen an (+3% seit Dezember). Dahinter folgen die Themen Arbeitslosigkeit (37%), Armut und soziale Ungerechtigkeit (29%), Korruption (27%) sowie das Gesundheitswesen im eigenen Land (24%). Am stärksten ausgeprägt ist die Sorge vor Corona zurzeit in einigen asiatischen Ländern wie Japan (70% | +7), Malaysia (70% | +1) und Südkorea (67% | +6). Den mit Abstand größten Anstieg verzeichnet jedoch Südafrika: 46 Prozent der Befragten sind hier inzwischen der Ansicht, dass COVID-19 aktuell eines der größten Sorgenfelder in ihrem Land ist, 22 Prozent mehr als bei der letzten Erhebung im Dezember 2020.

In Russland (22% | -9), Argentinien (27% | +10) und Ungarn (34% | -4) sorgen sich dagegen vergleichsweise wenige Menschen wegen des Virus. In diesen Ländern werden momentan eher andere Themen wie z. B. Armut und soziale Ungleichheit, Inflation oder Korruption als besonders besorgniserregend empfunden.

Deutsche Sorgen unterscheiden sich stark von globalen Problemen

Auffällig ist, wie stark sich die wahrgenommenen Problemfelder in Deutschland von den weltweit am häufigsten genannten Herausforderungen unterscheiden – mit Ausnahme der COVID-19-Pandemie, die nicht nur hierzulande, sondern in insgesamt 17 von 27 befragten Ländern die derzeit größte Sorge der Menschen ist. Deutlich stärker als in vielen anderen Ländern sorgen sich die Deutschen z. B. um den Klimawandel (27%) und um Einwanderungskontrolle (21%), weltweit zählt nur etwa jeder zehnte Befragte (12% bzw. 10%) diese Themen zu den größten Problemen im eigenen Land. Die Sorge wegen Armut und sozialer Ungleichheit wird in Deutschland (39%) ebenfalls deutlich häufiger genannt als im globalen Durchschnitt (29%) und ist im Vergleich zum Vormonat sogar noch einmal um drei Prozentpunkte angestiegen.

Dagegen spielen die Angst vor Arbeitslosigkeit (15%) und die Sorge um Korruption und politische Skandale (8%) hierzulande eine deutlich kleinere Rolle als in den meisten anderen Nationen. In keinem anderen Land wird Arbeitslosigkeit seltener zu den größten Sorgenthemen gezählt als in Deutschland, während sich in Italien fast zwei Drittel der Befragten (62%) um dieses Thema große Gedanken machen. Korruption und politische Skandale werden wiederum nur von den Schweden (5%) noch seltener als großes Problem wahrgenommen als von den deutschen Befragten.

Knappe Mehrheit sieht Deutschland auf dem falschen Weg

Danach gefragt, ob man der Ansicht sei, dass die Entwicklungen im eigenen Land eher in die richtige oder die falsche Richtung gehen, sind die deutschen Befragten geteilter Meinung. 51 Prozent aller Bundesbürger befürchten, dass sich Deutschland momentan auf dem falschen Weg befindet, während die andere Hälfte (49%) glaubt, dass die Entwicklung allgemein betrachtet eher positiv ist.

Im weltweiten Vergleich sind die Deutschen im Hinblick auf den Fortschritt in ihrem Land damit sogar vergleichsweise optimistisch. Besonders zuversichtlich äußern sich allerdings die Befragten aus Saudi-Arabien (86%), Indien (69%) und Australien (61%), wo jeweils eine klare Mehrheit der Bevölkerung das eigene Land auf den richtigen Weg sieht. Am pessimistischsten blicken Peruaner (17%), Südafrikaner (22%) und Chilenen (23%) auf die Entwicklungen in ihrem Land.

Methode

Die Ergebnisse stammen aus der monatlich durchgeführten Global Advisor-Studie »What Worries The World« und wurden zwischen dem 18. Dezember 2020 und dem 08. Januar 2021 über das Ipsos Online Panel-System erhoben. Bei der Umfrage wurden 22.003 Personen im Alter von 16 bis 74 Jahren aus 27 Ländern interviewt.

Zu diesen Ländern gehören Argentinien, Australien, Belgien, Brasilien, Chile, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Israel, Italien, Japan, Kanada, Malaysia, Mexiko, die Niederlande, Peru, Polen, Russland, Saudi-Arabien, Schweden, Spanien, Südafrika, Südkorea, die Türkei, Ungarn und die USA. In Israel, Kanada, Malaysia, Südafrika, der Türkei und den USA waren die Befragten zwischen 18 und 74 Jahren alt, in allen anderen untersuchten Ländern zwischen 16 und 74 Jahren.

In 17 der 27 befragten Länder ist die Internetdurchdringung ausreichend hoch, um die Stichproben als repräsentativ für die breitere Bevölkerung in den abgedeckten Altersgruppen zu betrachten: Argentinien, Australien, Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Israel, Italien, Japan, Kanada, Niederlande, Polen, Schweden, Spanien, Südkorea, Ungarn und USA.

Die Stichproben in Brasilien, Chile, Indien, Malaysia, Mexiko, Peru, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika und der Türkei sind städtischer, gebildeter und / oder wohlhabender als die Allgemeinbevölkerung und sollten so betrachtet werden, dass sie die Ansichten der stärker "vernetzten" Bevölkerungsgruppe widergeben.

Die Daten werden so gewichtet, dass die Stichprobenzusammensetzung jedes Landes das demografische Profil der erwachsenen Bevölkerung unter 75 Jahren gemäß den neuesten Volkszählungsdaten am besten widerspiegelt.

Wenn die Ergebnisse sich nicht auf 100 aufsummieren, liegt das an Rundungen durch die computerbasierte Zählung, erlaubte Mehrfachnennungen oder dem Ausschluss von „weiß nicht/keine Angabe“ Nennungen.

Für diese Studie gab es keine externen Sponsoren oder Partner. Sie wurde von Ipsos mit der Absicht initiiert und durchgeführt, etwas zum tieferen Verständnis der Gefühle der Menschen und der Welt, in der wir leben, beizutragen.

Ipsos

Ipsos ist die Nummer 3 weltweit in der Marktforschungsbranche mit mehr als 18.000 Mitarbeiter*innen und starker Präsenz in 90 Ländern.

Unsere Forschungsexpert*innen, Analyst*innen und Wissenschaftler*innen verfügen über das breite Know-How von Multi-Spezialist*innen, das tiefe Insights in Handlungen, Meinungen und Motivationen von Bürger*innen, Konsument*innen, Patient*innen, Käufer*innen oder Mitarbeiter*innen ermöglicht. Wir haben die große Bandbreite unserer Lösungsansätze in 18 Service Lines zusammengefasst und unterstützen damit über 5000 Kunden weltweit.

1975 in Paris gegründet, wird Ipsos bis heute von Forscher*innen geführt. In Deutschland sind wir mit ca. 700 Mitarbeiter*innen an sechs Standorten präsent: Hamburg, Mölln, Berlin, Frankfurt, Nürnberg und München.

Ipsos ist seit dem 1. Juli 1999 an der Euronext in Paris notiert. Das Unternehmen ist Teil des SBF 120 und des Mid-60 Index und hat Anspruch auf den Deferred Settlement Service (SRD).

ISIN code FR0000073298, Reuters ISOS.PA, Bloomberg IPS:FP

www.ipsos.de | www.ipsos.com

Auszug aus dem Fragebogen:

Welche der drei folgenden Themen machen Ihnen in Ihrem Land die größten Sorgen? (Bitte nur bis zu drei Antworten)

Arbeitslosigkeit / Arbeitsplätze

Armut und soziale Ungleichheit

Beibehaltung von Sozialprogammen / des Wohlfahrtstaats

Bildung

Coronavirus (COVID-19)

Einwanderungskontrolle

Fettleibigkeit bei Kindern

Gesundheitswesen

Inflation

Klimawandel

Korruption und finanzielle oder politische Skandale

Kreditverfügbarkeit

Kriminalität und Gewalt

Moralischer Verfall

Steuern

Terrorismus

Umweltverschmutzung / Umweltgefahren

Zunehmender Extremismus

Allgemein betrachtet, würden Sie sagen, dass die Entwicklung in Ihrem Land in die richtige Richtung geht, oder ist sie auf dem falschen Weg?

Richtiger Weg

Falscher Weg

Kontakt:
Rouven Freudenthal
Marketing & Communications
rouven.freudenthal@ipsos.com
+49 151 7420 2330