Gewobag Wohnungsbau-Aktiengesellschaft Berlin

URBAN NATION: Tragische Liebesgeschichte auf 45 Metern - Fassadenkunst in der Wassertorstraße

Links ist die Fotografie des Original-Kunstwerks von Francisco Bosoletti und Young Jarus (re.) zu sehen. Rechts die invertierte Version. Foto: Nika Kramer/URBAN NATION.
Links ist die Fotografie des Original-Kunstwerks von Francisco Bosoletti und Young Jarus (re.) zu sehen. Rechts die invertierte Version. Foto: Nika Kramer/URBAN NATION.

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Ein Kunstwerk - zwei Perspektiven: Daphne und Apollo auf 45 Meter hoher "One Wall" in Berlin-Kreuzberg - Fotos honorarfrei verfügbar.

Seit dem 30. April können BetrachterInnen die von den Künstlern Francisco Bosoletti und Young Jarus fertiggestellte Hochhausfassade in der Wassertorstraße 65 bestaunen. Beim Fotografieren gibt es eine Überraschung.

In luftiger Höhe kam es vom 14. bis zum 30. April zu einer Kollaboration der besonderen Art: Die Street-Art-Künstler Francisco Bosoletti und Young Jarus erarbeiteten gemeinsam ein Gesamtkunstwerk, das die griechische Sage um Daphne und Apollo zum Vorbild hat:

Aus Rache für die Verspottungen durch Apollo schoss der Liebesgott Eros einen goldenen Pfeil auf ihn, sodass er sich unsterblich in Daphne verliebte. Diese hingegen beschoss er mit einem bleiernen Pfeil, was dazu führte, dass Daphne für die Liebe von Apollo unempfänglich wurde. Als die Bedrängung und das Werben durch Apollo Daphne unerträglich erschien, floh sie und bat ihren Vater Peneios, ihre Gestalt zu wandeln. Daraufhin verwandelte er sie in einen Lorbeerbaum, der für Apollo von nun an heilig war. In Gedenken an Daphne trug dieser fortan einen Lorbeerkranz oder eine mit Lorbeer geschmückte Kithara.

Bei der künstlerischen Umsetzung hat Bosoletti Daphne in der Negativ-Version dargestellt, Jarus lässt seinen Apollo in der positiven Bildvariante erscheinen. Diese Darstellung der unerfüllten Liebe birgt ein Geheimnis. Die Verwandlung von Daphne, den Moment ihrer Auflösung als Mensch, kann der Betrachter mittels seiner/s eigenen Handykamera bzw. Fotoapparats nachvollziehen: Fotografiert man das Kunstwerk mithilfe einer Farbumkehr-Funktion oder bearbeitet das Foto im Nachhinein, zeigt sich die invertiert dargestellte Daphne in natürlichem Farbspektrum.

Über die Projektreihe "One Wall"

Unter dem Motto "One Wall - eine Wand, eine Botschaft" gestalten international bekannte und aufstrebende KünstlerInnen die Fassade eines Gebäudes an öffentlichen Plätzen in Berlin. Initiiert werden "One Walls" vom URBAN NATION Museum, das unter der künstlerischen Leitung von Yasha Young regelmäßig Größen der nationalen und internationalen Street-Art-Szene nach Berlin einlädt. So wird das Gesicht der Stadt durch urbane Kunst nachhaltig verändert. Jedes "One Wall" vermittelt eine künstlerische Position: Die Künstler setzen sich mit der Umgebung auseinander und gestalten daraufhin ein individuelles Werk. 28 "One Walls" von international bekannten KünstlerInnen wie Onur & Wes21 (Schweiz), Don John (Dänemark), Shepard Fairey (USA), HERAKUT (Deutschland), Phlegm (Großbritannien), Li Hill (Kanada) und Pixel Pancho (Italien) sind bereits entstanden. "Das One Wall-Projekt ist ein sehr wichtiger Bestandteil der Arbeit von URBAN NATION", so Yasha Young. "75 Prozent unserer Kunst ist nämlich nach wie vor auf der Straße zu finden. Weitere 25 Prozent archivieren und stellen wir im Museum aus."

Über die Künstler

Informationen zu den beiden Künstlern Francisco Bosoletti und Young Jarus finden Sie hier.

Bildmaterialien

Die beigefügten und unter https://urban-nation.com/press/ zur Verfügung gestellten Fotos der realisierten Werke können Sie honorarfrei nutzen (Registrierung erforderlich).

Weitere Informationen zur URBAN NATION auf www.urban-nation.com sowie auf Instagram, Twitter und Facebook.

Pressekontakt

Nancy Henze

Press/Public Relations

URBAN NATION MUSEUM FOR URBAN CONTEMPORARY ART

T: +49 30 4708-1536

n.henze@urban-nation.com

Über URBAN NATION MUSEUM FOR URBAN CONTEMPORARY ART
URBAN NATION ist eine internationale Institution für KünstlerInnen und Projekte,
die seit dem 16. September 2017 in der Berliner Kulturlandschaft als Museum neue
Akzente setzt. URBAN NATION denkt den klassischen Museumsbegriff neu und ist in
ihrem Wirken nicht auf die eigentlichen Museumsräume beschränkt: Auch Werke im
öffentlichen Raum sind Teil der Kuration. Interaktive Workshops und neue
pädagogische Formate geben dem Stadtleben in Zukunft Impulse. Im Mittelpunkt
steht die Förderung junger KünstlerInnen der Urban Contemporary Art. Seit 2013
lädt URBAN NATION unter dem Leitmotiv "Connect. Create. Care." lokale und
internationale KünstlerInnen sowie KuratorInnen nach Berlin ein, um urbane Räume
zu gestalten. Dabei kommt es zu einem inspirierenden Austausch zwischen
bekannten und aufstrebenden Kreativen. Das URBAN NATION MUSEUM ist ein Ort des
Austauschs, der Zusammenkunft und zugleich Archiv. Verankert ist URBAN NATION in
der gemeinnützigen Stiftung Berliner Leben. 


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