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25.03.2004 – 14:34

DLRG - Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft

Weniger Ertrinkungsfälle bei kleinen Kindern
Kindgerechte Aufklärungsarbeit zeigt erste Erfolge

    Bad Nenndorf (ots)

Die Zahl der Ertrinkungsfälle von Kindern im Vor- und Grundschulalter ist auf den niedrigsten Stand im 21. Jahrhundert gesunken. Im vergangenen Jahr verloren 52 Jungen und Mädchen bis zu zehn Jahren im Wasser ihr Leben, 13 weniger als im Vorjahr. Im Vergleich mit dem Jahr 2001 sank die Zahl der Todesfälle in dieser Altersklasse sogar um 19, das entspricht einem Rückgang um 26 Prozent.

    Bei einem gleichzeitigen Anstieg der Ertrinkungszahlen von 520 Opfern im Jahr 2001 auf 644 im vergangenen Jahr nahm auch der prozentuale Anteil der Altersklasse weiter ab. Diese Zahlen gab die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) jetzt bekannt.

    Ihr Präsident, Dr. Klaus Wilkens, führt die positive Entwicklung auf die intensive zielgruppenorientierte Aufklärungsarbeit über Wassergefahren in den Kindergärten und Schulen zurück: "In früheren Jahrzehnten waren immer besonders die Kleinsten vom Ertrinken betroffen. Ich werte diesen Rückgang als einen weiteren sichtbaren Erfolg unserer Aufklärungsarbeit, die wir vor fünf Jahren mit dem DLRG-NIVEA-Kindergartenprojekt begonnen haben, und das in den Grundschulen fortgesetzt wird.

    Diese vorbeugenden Maßnahmen in Verbindung mit einer frühzeitigen Schwimmausbildung, etwa bewährte Projekte wie das Kleinkinderschwimmen, sind der beste Schutz gegen das Ertrinken." Gemeinsam mit ihrem langjährigen Wirtschaftspartner, der Beiersdorf AG, Hamburg, hat die DLRG ein kindgerechtes Ausbildungskonzept entwickelt, um kleine Kinder und deren Eltern über Gefahren, die im und am Wasser lauern, aufzuklären. "Die Botschaften verpackt in Baderegelnlieder, Kasperlespiele und kindgerechte Übungen kommen an," ist der DLRG-Chef vom Erfolg des Konzeptes überzeugt.

    Viele Hundert Kindergärtnerinnen und speziell geschulte Animateure hat die DLRG bisher ausbildet, und auch Unfallversicherungsträger sind von der vorbeugenden Maßnahme überzeugt.

    "Wir freuen uns besonders, dass die von NIVEA unterstützen Projekte wie Kindergartentag und Strandfesttournee, die zur Sicherheit der Vorschulkinder im und am Wasser beitragen, so gute Erfolge zeigen. Jedes Kind, das durch das Engagement von NIVEA und der DLRG vor dem Ertrinken bewahrt wird, ist ein sichtbares Zeichen, dass wir mit unserer Arbeit auf dem richtigen Weg sind," so Werner Brettschneider, Geschäftsführer NIVEA der Beiersdorf AG.

    Eine andere Zahl unterstreicht die positive Entwicklung: Kleine Kinder ertrinken vorwiegend im näheren häuslichen Umfeld, in Gartenteichen, privaten Swimmingpools oder dem Bach in der Nähe. Von 2001 bis 2003 hat sich die Quote tödlicher Unfälle in Gartenteichen und Pools nach Angaben der DLRG von 23 auf 12 um annähernd 50 Prozent verringert. "Die Eltern haben offenbar die Gefahren für kleine Kinder erkannt, die selbst von flachen Teichen ausgehen," sieht Dr. Klaus Wilkens auch auf diesem Gebiet Fortschritte, warnte aber gleichzeitig vor voreiliger Euphorie. Der Präventionsprozess müsse unvermindert fortgesetzt werden, sonst würde die positive Wirkung schnell verpuffen.


ots Originaltext: DLRG
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Pressekontakt:
DLRG-Pressesprecher
Martin Janssen - 05723 / 955-441

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