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23.11.2003 – 10:49

DLRG - Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft

Drei Tage Spitzensport in Warendorf enden mit Sieg der DLRG- Nationalmannschaft

    Warendorf/Bad Nenndorf (ots)

Der 15. Internationale
Deutschlandpokal der Rettungsschwimmer in Warendorf ist zu Ende. Drei
Tage haben sich Spitzenathleten aus 16 Nationen und 16
Landesverbänden der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG)
spannende Wettkämpfe geliefert. Mehrere Weltrekorde zeugen vom hohen
Niveau der Veranstaltung und den guten Rahmenbedingungen in der
Sportschule der Bundeswehr in Warendorf.
    
    Überragender Athlet des diesjährigen Deutschlandpokals war einmal
mehr der 27-jährige Lutz Heimann aus Sachsen-Anhalt, der für die
Nationalmannschaft der DLRG an den Start gegangen ist. Mit seinen
vier Siegen über 200 Meter Super Lifesaver in neuer Weltrekordzeit,
200 Meter Hindernisschwimmen, 100 Meter Retten mit Gurtretter und
Flossen - ebenfalls in neuer Weltrekordzeit, 100 Meter Kombinierte
Rettungsübung sowie einem zweiten Platz über 50 Meter Retten einer
Puppe lieferte er einen makellosen Auftritt ab und verfehlte die
magische Vierkampf-Grenze von 4.000 Punkten mit 3.993,42 Punkten nur
knapp. Natürlich sicherte er sich damit auch souverän die
Einzelwertung der Herren und hatte entscheidenden Anteil am guten
Abschneiden des deutschen Teams. Hinter Heimann kamen Stephan Short,
Australien und Bario van Niekerk aus Südafrika mit deutlichem Abstand
auf die Plätze zwei und drei. Mauro Locchi einer der treuen
Deutschlandpokal-Teilnehmer aus Italien wurde Vierter vor Graeme
Willcox aus Südafrika und dem leicht erkrankten Sören Borch
(Deutschland/Berlin). Bester Westfale war der ebenfalls für die
Nationalmannschaft startende Martin Bürger als Zehnter. Bei den Damen
überzeugten Elena Prelle aus Italien sowie Jenny Parry aus
Australien mit Siegen und Weltrekorden über 50 Meter Retten einer
Puppe (Prelle) sowie im Super Lifesaver (Parry). In beiden Rennen
wurde die jeweils andere Zweite. Beim dritten direkten
Aufeinandertreffen in der 100 Meter Kombinierten Rettungsübung hatte
die Italienerin die Nase vorn. Dies galt auch in der Vier-Kampf-
Wertung, die Elena Prelle mit 3.867,59 Punkten vor Jenny Parry
(3.853,58) und der Südafrikanerin Erna Wedemeyer (3,831,40) gewann.
Nationalmannschaftsathletin Anke Wieland aus Sachsen-Anhalt, die über
100 Meter Retten mit Gurtretter und Flossen (Lifesaver) ebenfalls
einen neuen Weltrekord aufgestellt hatte, wurde mit 3.695,55 Punkten
Sechste. Als beste Westfalin landete Claudia Schlepphorst,
Einzelsiegerin über 100 Meter Retten mit Boot auf dem 21. Platz.
    
    Während die deutschen Herren zu mehreren Erfolgen kamen,
überzeugten die DLRG-Damen vor allem durch Konstanz, garniert durch
das Highlight des Weltrekordes von Anke Wieland. Das australische
Team präsentierte sich insgesamt sehr stark und setzte vor allem am
Donnerstag mit dem Weltrekord von Jenny Parry über 200 Meter Super
Lifesaver sowie dem Sieg der Herren und dem zweiten Platz der Damen
in der Hindernisstaffel deutliche Akzente. Auch an den folgenden
Tagen kamen die Australier, die mit der ersten Mannschaft nach
Deutschland gereist waren, zu Erfolgen und lieferten dem deutschen
Team den erwarteten knappen Wettstreit, in den auch die Südafrikaner,
Niederländer und Italiener immer wieder eingriffen. Das deutsche Team
konnte mit 36.281,98 Punkten den Deutschlandpokal letztlich jedoch
erneut verteidigen. Sehr zur Freude von Bundestrainerin Anne Lühn:
"Das Wettkampffeld ist erneut dichter geworden, das zeigen auch die
vielen Spitzenleistungen. Und daher ist eine Titelverteidigung nicht
mehr selbstverständlich." Australien eroberte nach Platz vier im
vergangenen Jahr diesmal den zweiten Rang vor Südafrika, das nach
Platz zwei 2002 diesmal Dritte wurden. Auf dem vierten Rang liefen
die Niederländer ein, Italien wurde Fünfter.
    
    Sachsen-Anhalt maß der Dinge bei Landesverbänden In der Wertung
der Landesverbände bewies Sachsen-Anhalt einmal mehr mannschaftliche
Stärke und entschied die Einzelwertung der Damen und Herren sowie
auch die Gesamtwertung der Landesverbände für sich. In schönem
Gleichklang folgten auf den weiteren Rängen sowohl bei Damen und
Herren, wie auch in der Gesamtwertung die Mannschaften aus Westfalen
und Berlin auf den Plätzen zwei und drei.
    
    Siegehrung im Kolping-Haus Zur Siegerehrung trafen sich am
Samstagabend dann noch einmal alle Nationen und DLRG-Teams im
Kolping-Haus in Warendorf. DLRG Vizepräsident Dr. Detlev Mohr lobte
in seiner Ansprache die hervorragenden Leistungen der Athleten und
den engagierten Einsatz aller Helfer vor Ort. Die gute Tradition des
Deutschlandpokals als großes Event am Jahresende wird die DLRG auch
in Zukunft fortsetzen - im nächsten Jahr allerdings nicht in
Warendorf, da die Schwimmhalle der Sportschule umgebaut wird. Ein
Ausweichort wird zur Zeit gesucht. Mohr lud darüber hinaus aber alle
Athleten schon einmal zu den kommenden Europameisterschaften im
Rettungsschwimmen ein, die die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft
2005 im August in Lübeck und Travemünde ausrichten wird. Nach der
Siegerehrung und Vergabe des Deutschlandpokals feierten die Sportler
im Kolping-Haus bis spät in die Nacht.
    
    
ots Originaltext: DLRG
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