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Kölnische Rundschau

Kölnische Rundschau: Kölnische Rundschau Kommentar zum EU-Gipfel

Köln (ots)

Starke Botschaft
KATRIN TESCHNER, Brüssel,zum EU-Gipfel
Na also, es geht doch: Alle 27 EU-Staaten haben zugesichert, den 
armen
Ländern schon vor Inkrafttreten eines neuen Weltklima-Abkommens beim 
Aufbau von wichtigen
Umweltprojekten zu helfen. Sie haben nicht nur ihren guten Willen 
bekundet, sondern
konkrete Zahlen auf den Tisch gelegt und am Ende ein 
Milliarden-Hilfspaket geschnürt,
das sich sehen lassen kann. Selbst die von der Wirtschaftskrise stark
gebeutelten
Osteuropäer werden nun in den gemeinsamen Topf einzahlen. Das sendet 
eine starke Botschaft
nach Kopenhagen: Seht her, wir wollen selbst in schweren Zeiten 
unseren Beitrag leisten.
Tatsächlich war dieses Signal überfällig. Längst hatte sich bei 
den Verhandlungen
ein tiefer Graben zwischen den Armen und den Reichen aufgetan. Die 
Entwicklungsländer
leiden am meisten unter dem Klimawandel und sind am wenigsten dafür 
verantwortlich.
Ohne ausreichende Finanzierung können sie keine Zusagen machen.
Nun scheint eine Versöhnung möglich. Die USA bewegen sich beim 
Klimaschutz unter Barack
Obama schneller als je zuvor. Es gibt kaum ein Land mehr, das die 
Sache komplett in
Frage stellt - und die Europäer sind fest entschlossen, die Konferenz
zu einem guten
Abschluss zu bringen.
Allerdings ist auch noch viel zu tun. Bislang reichen die Angebote
bei weitem nicht
aus: Selbst wenn alle Staaten das, was sie versprechen, auch 
umsetzen, würde die Durchschnittstemperatur
auf der Welt wohl um 3,5 Grad steigen. Wissenschaftler haben immer 
wieder davor gewarnt,
dass die Folgen des Klimawandels kaum noch zu beherrschen wären.
Die Finanzzusagen sind also nur ein erster Schritt, mehr nicht. 
Als nächstes
müssen alle 192 Teilnehmer wirklich anerkennen, dass die Erderwärmung
um höchstens
zwei Grad steigen darf. Das muss verbindlich in einem Vertrag 
festgeschrieben werden,
wir brauchen realistische Reduktionsziele und internationale 
Überwachung. Es wird
Zeit, ein ehrgeiziges Abkommen als Chance zu begreifen. Nur so wird 
Kopenhagen wirklich
zum Erfolg.

Pressekontakt:

Kölnische Rundschau
Engelbert Greis
print@kr-redaktion.de

Original-Content von: Kölnische Rundschau, übermittelt durch news aktuell

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