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Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Training soll sich auszahlen - für Banken und die Energiebranche

Osnabrück (ots)

Chancen für nachhaltige Projekte bei kleinen Kreditinstituten 
   erhöhen - DBU gibt 100.000 Euro
Wenn Unternehmer bei Kreditinstituten vorsprechen, um sich
für die Umsetzung vielversprechender Konzepte zu erneuerbaren
Energien und Energieeinsparung Geld zu leihen, können Banken diese
Ansprache häufig nicht wechseln: Besonders in kleinen und mittleren
Kreditinstituten fehlt es oft an ausreichendem Wissen. Kreditanträge
werden abgelehnt, ökologisch wünschenswerte Projekte nicht
verwirklicht. Unabhängige Institutionen, die ihr Wissen zur Verfügung
stellen, könnten eine Lösung dieses Problems sein. Das jedenfalls ist
ein zentrales Ergebnis des dreijährigen Projektes "Coaching zur
Finanzierung von nachhaltigen Energieprojekten" von BASE (Basel
Agency for Sustainable Energy) und der Canopus Stiftung aus Freiburg,
das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit 100.000 Euro
gefördert wurde. Eine Abschlusstagung zum selben Thema fand heute im
Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) der DBU in Osnabrück statt.
Ein großes Problem der nachhaltigen Energiebranche sei, dass die
Technologien bei Finanzinstituten "noch wenig bekannt sind und sich
die Kapitalgeber bei der Prüfung und Risikoabschätzung sicherlich
schwerer tun als bei anderen Industrien," betonte Dr. Fritz
Brickwedde, DBU-Generalsekretär, in seiner Eröffnungsrede. Besonders
den kleineren Hausbanken fehle das Wissen vor Ort, externe Gutachter
seien aber oftmals sehr teuer. "Für Großbanken, bei denen die
notwendige Expertise vorhanden ist, sind unsere Projekte aber oftmals
zu klein", beschreibt Thomas Goldfuß von der juwi GmbH die andere
Seite des Dilemmas aus Sicht des Unternehmers.
"Gerade für die kleinen und mittleren Banken, die eigentlich die
erste Adresse für die mittelständisch geprägten Unternehmen aus dem
nachhaltigen Energiesektor sind, müssen kostengünstige
Beratungsmöglichkeiten aufgebaut und die Angebote der schon
vorhandenen Institutionen wie zum Beispiel Energieagenturen auch von
Banken mehr genutzt werden", fordert Virginia Sonntag-O'Brien,
Direktorin von BASE. Darüber hinaus spielten die politischen
Rahmenbedingungen eine bedeutende Rolle. "Loud, long and legal"
müssen diese sein, um nachhaltige Energieprojekte erfolgreich zu
flankieren, zeigt die Erfahrung von Martin Schöpe vom
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: "Es
muss eine klare politische Zielsetzung, eine langfristige
Planungssicherheit und einen verlässlichen gesetzlichen Rahmen
geben."
Die Verbund-Sparkasse Emsdetten-Ochtrup geht mit gutem Beispiel
voran: Renate Tönjann zeigte, dass ihr Institut bereits Erfahrungen
mit nachhaltigen Energieprojekten hat sammeln können. Anhand eines
umfassenden Netzwerkes in der Region könne Fachwissen zur Beurteilung
von Geschäftsplänen genutzt und so die Risikoeinschätzung erheblich
erleichtert werden.
Sonntag-O'Brien und DBU-Expertin Verena Exner sind mit dem
Ergebnis des Projektes sehr zufrieden. Das Ziel, die erste Barriere
zwischen Unternehmer und Investor herabzusetzen und die jeweils
andere Sichtweise kennen zu lernen, sei in vielen Fällen erreicht
worden. Dass das Thema von besonderer Aktualität ist, belegen auch
die Zahlen: in mehreren Veranstaltungen während der letzten drei
Jahre haben über 200 Teilnehmer aus Unternehmen und über 60 aus dem
Finanzbereich den Dialog gesucht.
Fotos zur kostenfreien Veröffentlichung unter www.dbu.de

Pressekontakt:

Franz-Georg Elpers
- Pressesprecher -

An der Bornau 2
49090 Osnabrück
Telefon: 0541|9633521
Telefax: 0541|9633198
presse@dbu.de
www.dbu.de

Original-Content von: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), übermittelt durch news aktuell

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