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30.06.2020 – 09:08

Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

DBU Naturerbe: Stiftungstochter schützt Reptil des Jahres 2020 auf DBU-Naturerbefläche Hainberg

DBU Naturerbe: Stiftungstochter schützt Reptil des Jahres 2020 auf DBU-Naturerbefläche Hainberg
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Der schwindende Lebensraum und das sinkende Nahrungsangebot brachten die Zauneidechse auf die regionale Rote Liste der bedrohten Tierarten: In Bayern befindet sie sich bereits auf der sogenannten Vorwarnliste. Weil der Bestand sinkt, wurde sie zum Reptil des Jahres 2020 ernannt. „Auf der DBU-Naturerbefläche Hainberg findet sie einen langfristig geschützten Lebensraum", freut sich Susanne Belting, Fachliche Leiterin im DBU Naturerbe, einer gemeinnützigen Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Hiermit senden wir Ihnen eine Pressemitteilung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Über eine Veröffentlichung freuen wir uns.

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Stiftungstochter schützt Reptil des Jahres 2020

Zauneidechse findet Lebensraum auf DBU-Naturerbefläche Hainberg

Oberasbach. Einst war die Zauneidechse in Deutschland allgegenwärtig, doch ihr schwindender Lebensraum und sinkendes Nahrungsangebot brachten die kleine Echse auf die regionale Rote Liste der bedrohten Tierarten: In Bayern befindet sie sich bereits auf der sogenannten Vorwarnliste. Weil der Bestand sinkt, hat die Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde die Zauneidechse zum Reptil des Jahres 2020 ernannt. „Wir freuen uns, dass die Zauneidechse auch auf der DBU-Naturerbefläche Hainberg vorkommt und hier einen langfristig geschützten Lebensraum findet“, erklärt Susanne Belting, Fachliche Leiterin im DBU Naturerbe, einer gemeinnützigen Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Wer aufmerksam spazieren geht, kann das Reptil mit etwas Glück bei seinem Sonnenbad beobachten. Bei der Entdeckungstour ist das momentane Abstands- sowie außerdem das Wegegebot zu beachten.

Offenland entsteht – Relikte militärischer Nutzung

Die Zauneidechse lebt heute als sogenannter Kulturfolger oft dort, wo Menschen strukturreiche Landschaften mit Säumen und kleinen Elementen wie Steinmauern und Hecken geschaffen haben. „Geeignete Lebensräume finden sich beispielsweise auf ehemaligen Militärübungsplätzen wie auf der DBU-Naturerbefläche Hainberg. Denn wo Soldaten einst übten, entstand oft strukturreiches Offenland“, erklärt Tobias Bufler, Offenlandmanager im DBU Naturerbe. Die militärische Nutzungshistorie der heutigen DBU-Naturerbefläche Hainberg geht bis ins 17. Jahrhundert zurück.

Ein Leben zwischen Versteck und Sonnenplatz

2011 übernahm das DBU Naturerbe die rund 195 Hektar im Ballungsraum Nürnberg-Fürth als Teil des Nationalen Naturerbes. Seitdem ist die parkähnliche Landschaft mit ihren Magerrasen, Dünen, Heiden und lichten Wäldern dem Naturschutz gewidmet. „Davon profitiert Lacerta agilis – die flinke Eidechse –, denn sie benötigt ein Mosaik aus Sonnenplätzen mit Totholz, lückiger Vegetation und zudem Bäumen und Sträuchern als Versteckmöglichkeiten. Ihre Eier vergräbt die Zauneidechse an offenen besonnten Stellen im lockeren Boden“, erklärt Bufler. Als wechselwarmes Tier nutzt es die Sonne, um die eigene Körpertemperatur zu regulieren. Sind die Echsen aufgewärmt, werden sie beweglicher und schneller. Zur Tarnung sind die scheuen Zauneidechsen an die Farben in ihrer Umgebung angepasst: Mit ihrer bräunlichen Schuppenfärbung und teilweise nur angedeuteten hellen Streifen sowie dunklen Flecken auf dem Rücken schützen sie sich vor zahlreichen Fressfeinden wie etwa Turmfalken. Nur in der Paarungszeit ab Ende April färben sich die Körperseiten der Männchen nach der ersten Häutung leuchtend grün.

Im DBU Naturerbe bleibt schwindender Lebensraum erhalten

Doch nicht nur Beutegreifer gefährden die Zauneidechse: „Der Verlust von reich gegliederten Lebensräumen wirkt sich negativ auf den Bestand der Zauneidechsen aus“, erläutert Bufler. Bundesforstrevierleiter Jens-Eckhard Meyer hat die Zauneidechse auf der DBU-Naturerbefläche entdeckt: „Am Hainberg findet man die Zauneidechse in den offenen Sandflächen, aber auch in den Reisighaufen, die von den Pflegemaßnahmen in der Naturerbefläche stammen. Sie findet dort ein geeignetes Rückzugsgebiet und kann von den Wegen aus von aufmerksamen Besuchern entdeckt werden“, so Meyer. Schafe beweiden die offenen Landschaften wie Dünen, Trockenrasen und Heiden. So dienen die Weidetiere als Landschaftspfleger und erhalten wertvollen Lebensraum wie etwa für die Zauneidechse.

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Franz-Georg Elpers
- Pressesprecher –

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