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30.03.2020 – 10:57

Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Nationales Naturerbe in Brut- und Setzzeit genießen - mit Abstand zu Mensch und Tier

Nationales Naturerbe in Brut- und Setzzeit genießen - mit Abstand zu Mensch und Tier
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Die DBU-Naturerbefläche Prösa bietet Spaziergängern eine Möglichkeit, um aus dem Haus zu kommen und die momentanen Abstandsregeln einzuhalten. Doch vom 1. April bis 15. Juli erstreckt sich die allgemeine Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit von Wildtieren – eine Phase, in der etwa Jungvögel schlüpfen und Rehkitze ihre ersten Laufversuche unternehmen. Das DBU Naturbe, eine gemeinnützige Tochter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), nimmt dies zum Anlass, zum Schutz der Wildtiere an die in Brandenburg ganzjährig bestehende Leinenpflichtzu erinnern.

In der Brut- und Setzzeit Rücksicht auf Wildtiere nehmen

Verantwortungsvoll spazieren gehen – DBU Naturerbe appelliert an Besucher und Hundehalter

Bad Liebenwerda. Die DBU-Naturerbefläche Prösa bietet Spaziergängern eine Möglichkeit, um aus dem Haus zu kommen und die momentanen Abstandsregeln einzuhalten. Doch vom 1. April bis 15. Juli erstreckt sich die allgemeine Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit von Wildtieren – eine Phase, in der etwa Jungvögel schlüpfen und Rehkitze ihre ersten Laufversuche unternehmen. Das DBU Naturbe, eine gemeinnützige Tochter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), nimmt dies zum Anlass, zum Schutz der Wildtiere an die in Brandenburg ganzjährig bestehende Leinenpflichtzu erinnern. Susanne Belting, Fachliche Leiterin im DBU Naturerbe, bittet Besucher auf allen DBU-Naturerbeflächen um Rücksicht: „Besonders in diesem sensiblen Lebensabschnitt benötigen die Jung- und Elterntiere Schutz und einen ungestörten Rückzugsort. Daher bitten wir Besucher, die Naturerbefläche Prösa grundsätzlich nur auf ausgewiesenen Wegen zu erkunden und Hunde angeleint zu halten.“

Schutz von störungssensiblen Wildtieren

Wenn Spaziergänger auf den Flächen ihre Hunde anleinen, verhindere das nicht nur, dass diese Wildtieren nachstellen. „Viele Tierarten reagieren allein schon sehr sensibel auf die bloße Anwesenheit von Menschen und Hunden, selbst wenn diese sich ruhig verhalten“, erklärt Tobias Leikauf, wissenschaftlicher Mitarbeiter im DBU Naturerbe. Dies habe im schlimmsten Fall zur Folge, dass etwa störungsempfindliche Vogelarten ihr Revier oder sogar ihr Gelege aufgeben. „Das betrifft vor allem am Boden brütende Vögel wie die gefährdeten Arten Baumpieper und Feldlerche. Deren Nistplätze sind auf den ersten Blick kaum zu entdecken“, warnt Leikauf. Umso wichtiger sei es daher, sich an ausgewiesene Wege zu halten. So würden Bodennester nicht beschädigt und Störungen vermieden. Ein weiterer Aspekt: Auf der Naturerbefläche wachsen teils seltene Pflanzen, die abseits der Wege zertreten würden.

Wege nutzen zum eigenen Schutz

Ehemals nutzte das Militär die DBU-Naturerbefläche. Daher ist diese möglicherweise mit Munition belastet. Wer die Wege nutze, handele somit auch zum eigenen Schutz, so Belting. Zudem ist die Naturerbefläche Prösa auch als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Die Schutzgebietsverordnung sehe auch unabhängig von der Brut- und Setzzeit eine Leinenpflicht für Hunde und ein Wegegebot für Besucher der Flächen vor.

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Franz-Georg Elpers
- Pressesprecher –

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