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Weltspiegel - Auslandskorrespondenten berichten
Am Sonntag, 13. Mai 2018, 19:20 Uhr vom SWR im Ersten

München (ots) - Moderation: Ute Brucker

Geplante Themen:

Kenia: Frauen gegen Terrorismus / "Wenn die Polizei irgendwo Terroristen vermutet, reagiert sie harsch und fängt sofort an, Leute zu töten." Fatuma Shafi weiß, wovon sie spricht. Ihr Mann, selbst ein Polizist, wurde von Kollegen erschossen, weil er nach seinem Sohn im Umfeld der der islamistischen Al Shabaab suchte, um ihn zurückzuholen. Als Moslems stehen sie hier im Süden von Kenia unter Generalverdacht. Dabei sind auch sie Opfer des islamistischen Terrors. Gleich doppelt Opfer, denn sie trifft die staatliche Willkür zusätzlich. Sabine Bohland (ARD-Studio Nairobi) hat Frauen begleitet, die sich selber helfen und den Teufelskreis zu durchbrechen versuchen.

Venezuela: Vor der Wahl / Am 20. Mai will Präsident Maduro wieder gewählt werden. Die Opposition macht gegen ihn mobil. Angesichts einer schlechten Versorgungslage und der politischen Situation eine hoch brisante Mischung. Wir begleiten die Wahlkämpfer.

Mexiko: Die Heilige gegen Gentrifizierung / Zwei Künstler, eine Puppe aus dem Müll und rasant steigende Wohnungspreise im Herzen von Mexiko-Stadt. Eigentlich sollte es ein Kunstprojekt sein, doch dann wurde weit mehr daraus: eine Heilige. Anfangs noch ironisch gebrochen, doch dann verselbständigte sich das Projekt - zumindest ein bisschen. Die Heilige Santa Marí la Juaricua wird angebetet. Eine Volksheilige, die helfen soll, was normale Menschen nicht mehr abwenden können: die Verdrängung der angestammten Bewohner aus ihrem Stadtteil durch die Hipster. (Autorin: Joana Jäschke, ARD-Studio Mexiko)

USA: Verlorene Jugend in Chicago / Ein kurzes Leben auf der Überholspur, danach gibt es meist eigentlich nur noch zwei Möglichkeiten: Tod oder Knast. So beschreibt George das Leben hier im Gang-Vorort von Chicago. Das ist die Wahl, die du in West-Side hast. Illusionen macht er sich keine. Das coole glänzende Chicago ist nur eine paar Kilometer Luftlinie entfernt. Die Barack-Obama-Bibliothek steht hier. Aber Chicago steht eben auch für ein massives Gewalt-Problem: In keiner anderen amerikanischen Stadt werden so viele Menschen erschossen. 2016 erreichte die Stadt einen traurigen Höchststand seit 20 Jahren: 762 Tote. Es sind vor allem Jugendliche, Afro-Amerikaner und Latinos, die Opfer von Gang-Kriminalität und Drogenkrieg werden. (Autorin: Verena Bünten, ARD-Studio Washington)

Portugal: Zwangsadoption im Namen Gottes / In den 90er Jahren verordnet der Gründer der evangelikalen "Universale Kirche vom Reich Gottes", dass Bischöfe und Prediger sich sterilisieren lassen müssen. Der Ausbau des weltumspannenden Imperiums soll nicht durch Vaterpflichten beeinträchtigt werden Nichts soll die Mission und den immer größeren Zustrom an Gefolgsleuten und deren Geldspenden behindern. Doch die verordnete Kinderlosigkeit lässt sich nicht durchhalten. Zumindest die Töchter des Kirchengründers finden sich nicht damit ab. Sie wollen Kinder und sie bekommen sie. Portugiesische Kinder von Frauen, denen weisgemacht wurde, dass ihre Kinder gestorben seien. Zwangsadoption im Namen Gottes. Eine Recherche der portugiesischen Kollegen Alexandra Borges, Judite Franca, Lourdes Picareta.

China: Haare der Weisheit / Europäer mögen es als ungepflegt wahrnehmen, was dem einen oder anderen Chinesen im Gesicht wuchert: Einzelne, sehr lange Haare. Zu wenige, um als Bart durchzugehen. Doch diese Haare sind alles andere als vernachlässigte Pflege, sie sind Ausdruck, wenn nicht sogar Sitz großer Weisheit, das zumindest legen die Schriften der alten Gelehrten nahe. (Autorin: Sascha Storfner, ARD Peking)

Redaktion: Stefan Rocker/Ulli Neuhoff

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