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Das Erste: "ttt - titel thesen temperamente" am 6. Juni 2010

München (ots) - "ttt" kommt am Sonntag, 6. Juni, um 23.00 Uhr, vom Mitteldeutschen Rundfunk und hat folgende Themen:

1. Suerte - Vom Drogendealer zum Modemillionär Ein Leben wie eine riesige Achterbahn: Mit 13 dealte Ilan Fernandez mit Drogen in den Elendsvierteln der kolumbianischen Stadt Cali, mit 20 war er Dollarmillionär, ein international operierender Drogenhändler. Mit 23 Jahren wurde er in Barcelona verhaftet. Während seiner Gefängnisstrafe im berüchtigten kalifornischen St. Quentin begann er, für seine Mithäftlinge T-Shirts mit coolen Sprüchen zu bemalen. Als er entlassen wurde, begann das zweite Leben des Ilan Fernandez - als Modedesigner: Er gründete die Marke "Deputa-madre69" mit Sitz in Rom. Und wieder begann eine unglaubliche Karriere, diesmal ganz legal und mit Steuernummer: Die T-Shirts verkaufen sich millionenfach, weltweit. Der italienische Journalist und Drehbuchautor Giulio Laurent hat ein Buch über Ilan Fernandez geschrieben, das jetzt auf deutsch erscheinen ist mit dem Titel "Suerte ("Glück gehabt). Eine Story wie geschaffen für ein Hollywood-Drehbuch. Als Steven Spielberg es verfilmen wollte, lehnte Ilan Fernandez ab. "ttt" hat den bekehrten Drogenboss und T-Shirt Millionär in Rom getroffen. Autorin: Hilka Sinning

2. Robert Schumann-Jubiläum: Ein Künstlerleben, prall wie ein Hollywood-Drama Er war der Romantiker par excellence: genial, irre, wild, kreativ: das große, undisziplinierte, alkoholsüchtige Klavier- und Kompositionsgenie mit einem ausschweifenden Sexualleben. Und er heiratete die umjubelte Klaviersolistin Clara Schumann. In zahlreichen Kinofilmen hat man diesem Künstlerpaar ein Denkmal gesetzt, Katharine Hepburn, Nastassja Kinski, und zuletzt Martina Gedeck gaben die Clara, Herbert Grönemeyer etwa den Robert Schumann. Tragisch ist Schumanns Leben zuende gegangen, an Syphilis erkrankt, geistig verwirrt, in einer Nervenklinik. Dazwischen liegen die Jahrzehnte eines rastlosen Komponierens. Er hat Konzerthighlights geschrieben wie die Frühlingssinfonie, die Romanzen oder die Kreisleriana. Aber auch querköpfige, schwierig-geniale Klavierwerke, die bis heute als unerreicht gelten. "ttt" begibt sich in den Schumann-Rausch, anlässlich seines 200. Geburtstages. Autor: Reinhold Jaretzky

3. Frontkultur in Afghanistan

Mit einem für die Betreuung der Bundeswehrsoldaten konzipierten und einstudierten Programm reisten zwei Sängerinnen, zwei Schauspielerinnen und ein Regisseur mit einem Karl Valentin Programm nach Marza-e Sharif. Zur Überraschung der Soldatinnen und Soldaten wurde Ihnen ein recht artifizielles Programm vorgeführt, das so ganz anders war, als die übliche Truppenbetreuung. "ttt" begleitete die deutschen Künstler nach Marza-e Sharif. Autorin: Kerstin Stutterheim

4. Der D-Day - Die Landung der Alliierten in der Normandie Die Schlachten in der Normandie, die mit dem D-Day ihren legendären Auftakt fanden, war keineswegs "zivilisierter" oder verlustärmer als die an der Ostfront, so Antony Beevor in seinem neuen Buch "D-Day - die Schlacht um die Normandie". Das Leiden und die Opfer der Zivilbevölkerung waren viel größer als bisher bekannt. Für seine Bücher über die Schlacht um Berlin und Stalingrad wurde der britische Kriegshistoriker und Absolvent der Militärakademie Sandhurst hochgelobt. Seine Recherchen, die auf neues und bisher nicht erforschtes Archivmaterial zurückgreifen, werfen ein neues Bild auf den gerechten, scheinbar sauberen Krieg im Westen. Autor: Ulli Wendelmann

5. Fußball-Jubel - Nackte Oberkörper zur WM Wir müssen über Fußball reden. Es gibt eine bemerkenswerte Entwicklung, eine Entwicklung, die -nach allem was passiert ist - als sehr berührend bezeichnet werden muss. Denn kaum ist ein Tor gefallen, fallen die Fußballspieler hemmungslos übereinander her, bespringen sich als wollten sie das Kamasutra ausprobieren, liegen sich in den Armen wie gute alte Bekannte, die Jahre nichts voneinander gehört haben oder wälzen sich gemeinschaftlich auf dem Boden wie beim Kindergeburtstag. Wissen sie, was sie tun? Vor Jahren noch wurde der Torschütze mit einem anerkennenden Handschlag bedacht, heute reißt er sich nach Möglichkeit das Trikot vom Leib und mimt den Unbesiegbaren, den unverwundbaren Heroen. Männer und Gefühle, von jeher eher ein belastetes Verhältnis, auf dem Platz im heutigen modernen Fußball eine herzzerreißende Symbiose, die in der häuslichen Ehe ihresgleichen sucht. Was ist passiert? Und wohin führt das? Das klären wir in "ttt". Autor: Jens-Uwe Korsowsky und Stefan Schwarz

Moderation: Dieter Moor

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Redaktion: Titus Richter/ Matthias Morgenthaler
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