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Neue Presse Hannover: Das Wettrüsten des 21. Jahrhunderts Kommentar von Anja Schmiedeke

Hannover (ots) - Die Herren Spione bleiben sich treu. Allen Enthüllungen des Ex-Kollegen Snowden zum Trotz strebt der US-Geheimdienst NSA weiter danach, die letzten Geheimnisse seiner Verbündeten und Feinde aufzudecken.

Ein Super-Computer soll es ihm möglich machen: den Einbruch in die am besten geschützten Systeme, sei es von Unternehmen, sei es von Regierungen. Ob es künftig in der digitalen Welt überhaupt noch möglich sein wird, so etwas wie Staats- oder Firmengeheimnisse zu wahren, ist mehr als ungewiss. Die Chancen derer, die das Geld und das Know-how haben, sich am Spionagewettrüsten zu beteiligen, sind sicher besser als die einfacher Bürger, die ihre Privatsphäre durchlöchert sehen. Ein neuer kalter Krieg ist ausgebrochen.

Doch anders als zu Zeiten des Warschauer Paktes dreht er sich nicht um Territorien, sondern um Informationen. Das ist auf den ersten Blick sogar ein Fortschritt. Kommt er doch ohne die blutigen Stellvertreterkriege aus, mit denen vor 40 Jahren weltweit der Einfluss auf Staaten und der Zugriff auf Rohstoffe ausgefochten wurden. Doch der neue kalte Krieg ist auch unübersichtlicher, weil er in einer Grauzone stattfindet. Staaten schnüffeln Staaten schnüffeln Bürger schnüffeln Unternehmen aus.

Wissensvorsprung ist die Währung,mit der auf allen Ebenen Macht gekauft und Marktanteile bezahlt werden. Und internationale Verabredungen, die den Spionen Regeln auferlegen, sind Verträge auf Widerruf. Sie gelten nur so lange, wie sie unentdeckt gebrochen werden können.

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