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Neue Presse Hannover: Was kommt nach Berlusconi? Von Petra Rückerl

Hannover (ots) - Na so was! Da haben wir uns jahrelang verwundert die Äuglein gerieben und ungläubig Silvio Berlusconis Bella Italia bestaunt, in dem ein Medienmogul gleichzeitig Regierungschef, mutmaßlicher Mafiafreund und Steuerhinterzieher sein kann. Und nun fällt eben dieser Mann über Bunga-Bunga-Partys? Das wäre zu schön, um wahr zu sein. Hochmut kommt ja bekanntlich vor dem Fall. Nachdem sich "Il Cavaliere" jahrzehntelang trickreich die Justiz vom Hals gehalten, nachdem er sich eben auch mit Hilfe seines Medienimperiums immer wieder seine Wählerschaft gesichert hat, nachdem er trotz aller anrüchigen Affären, großer Skandale und politischer Fettnäpfchen ganz oben geblieben ist, glaubte Berlusconi offenbar, er sei unbesiegbar. Wenn der alte Trickser nicht doch noch ein letztes Ass im Ärmel hat, dürfte er tatsächlich über "Ruby-Gate" stürzen. Einen verurteilten Premier kann sich selbst Berlusconi-Land nicht leisten. Doch wenn er erst mal weg ist, gibt es einen gewaltigen Scherbenhaufen wegzuräumen. Seit 1994 stand der Mann - mit Unterbrechungen - in Rom am Ruder. Mit Hilfe seiner Medien hat er das Land beeinflusst und auch korrumpiert. Die Opposition ist nach wie vor zerstritten. Wer soll Italien eigentlich aus der Berlusconi-Ära führen?

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