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Neue Presse Hannover: Wetten dass...? - "Alternativloses Ende einer Ära". von Markus Hauke

Hannover (ots) - Gottschalk geht. Noch nicht sofort, aber mit dem Ende der "Wetten, dass...?"-Staffel verabschiedet sich der Moderator zum Jahresende aus der Sendung. Eine rationale Entscheidung, die Gottschalk da getroffen hat - und eine, die ihm viel Respekt einbringt. Denn mit seinem Abschied auf Raten unterstreicht er seine Ausnahmestellung im deutschen Fernsehen. Kein einfaches "Weiter so!", wie es Kritiker befürchteten - und im Showbusiness leider allzu üblich ist. Kein überhaster Rücktritt, der zu viele Fragen offen gelassen hätte. Am Ende war der Abschied allerdings alternativlos. Zu sehr nagte der schlimme Unfall des Wettkandidaten Samuel Koch doch an Gottschalks Frohnatur und an seinem persönlichen Glauben an die unbelastete Sonnabendunterhaltung eines Millionenpublikums. Da ist der in Klamottenfragen experiemtierfreudige 60-Jährige konserativ - und einer vom alten Schlag. Das macht ihn authentisch und beim Publikum sehr beliebt. Keine Frage, 25 Jahre das Flaggschiff des ZDF zu steuern, hinterlässt Spuren - bei Promigästen und Publikum, die ihn gerne noch länger behalten hätten. Und beim Sender. Wo zuletzt offenbar nicht mehr alle hinter Gottschalk standen. Denn der Quotendruck war auch bei den öffentlich-rechtlichen in Mainz angekommen. Und als das Zugpferd "Wetten, dass...?" zu lahmen begann, waren unter den Verantwortlichen nicht wenige, die es bereits einschläfern wollten. Gut, dass Gottschalk das Ende seiner "Wetten, dass...?"-Ära nun selbst bestimmt hat. Wer auch immer nun seine Erbe antreten soll, wird es schwer, wahrscheinlicher aber gar keine richtige Chance haben. Denn der Abschied von Gottschalk hat das Ende von "Wetten, dass...?" besiegelt.

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