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Commerzbank Aktiengesellschaft

Commerzbank: Börsenbericht

Frankfurt (ots)

Auch in der dritten Börsenwoche im neuen Jahr
konnten sich die Indizes der internationalen Aktienmärkte behaupten -
wenn es auch etwas ruhiger zuging. Nach anfänglichen Kursverlusten 
notierte der deutsche Leitindex Dax zum Wochenschluss wieder im 
positiven Bereich und beendete den Handel mit einem Wochenplus von 
0,6%. Dieser Schlussspurt trug dazu bei, dass die deutsche Börse auf 
dem höchsten Stand seit Februar 2001 schloss. Wenig Bewegung gab es 
an den europäischen Märkten - der EuroStoxx50 schloss nahezu 
unverändert, obwohl die Schwankungen im Wochenverlauf recht 
ausgeprägt waren. Ruhig verlief die Woche in den Vereinigten Staaten.
Binnen Wochenfrist verlor der S&P 500 gerade einmal 1 Punkt, der 
Leitindex Dow Jones legte um 0,08% zu. Nachdem das neue Börsenjahr in
Japan doch recht holprig begonnen hatte, versöhnte die vergangene 
Handelswoche Anleger mit einem Kursplus von 1,5%. Als Ursache lässt 
sich hauptsächlich die japanische Notenbank (BoJ) ausfindig machen, 
die letzten Donnerstag entgegen allen Erwartungen den Leitzins 
unverändert bei 0,25% belassen hat. Der nächste Zinsschritt (Erhöhung
auf dann 0,5%) wird nun erst im Februar erwartet.
In den letzten Tagen belegten die Indikatoren einmal mehr das Bild
einer weit dynamischeren US-Konjunktur, als Analysten bisher 
angenommen hatten. Zur Wochenmitte hin belasteten der Anstieg der 
US-Erzeugerpreise und die stärker als erwartet gestiegene 
Industrieproduktion die Rentenmärkte. Zudem gab die US-Notenbank in 
ihrem monatlichen Konjunkturbericht (Beige Book) bekannt, die 
US-Wirtschaft sei zuletzt weiter solide gewachsen. Sie schränkte 
jedoch ein, dass der Anstieg der Verbraucherpreise dank rückläufiger 
Energiepreise nur moderat ausfalle. Im "Beige Book" berichten die 
zwölf regionalen Zentralbanken der USA über die 
Wirtschaftsaktivitäten in ihrer Region. Das 50 Seiten umfassende Werk
setzt sich zusammen aus den einzelnen Berichten über die Regionen und
einer Zusammenfassung, die ein Bild von der konjunkturellen Lage der 
Volkswirtschaft geben soll. Es erscheint acht Mal pro Jahr, und zwar 
jeweils zwei Wochen vor der nächsten Sitzung des 
Offenmarktausschusses der US-Notenbank.
Zum Wochenausklang drückte ein starker Anstieg des NAHB-Index für 
den Immobilienmarkt (North-American Association of HomeBuilders; 
US-amerikanischer Immobiliendachverband) auf die Notierungen. 
Lediglich die US-Verbraucherpreise, die mit einem Anstieg von 0,2% 
zum Vormonat im Rahmen der Erwartungen blieben, konnten den 
Kursverfall vorerst stoppen. Die US-Verbraucherstimmung - gemessen am
Index der University of Michigan - lag am Freitag dann zwar über den 
Erwartungen, Einfluss auf den Markt nahm dies jedoch kaum. 
Kurzfristig erzielte Kursgewinne wurden vollständig wieder abgegeben.
Die europäischen Rentenmärkte richten sich nach der letzten 
Sitzung des EZB-Rates auf eine weitere Erhöhung des Leitzinses im 
März ein. Die überraschend transparenten Äußerungen des 
EZB-Präsidenten Trichet signalisierten dies bereits deutlich, zudem 
belegen die Konjunkturindikatoren der vergangenen Wochen den 
Konjunkturoptimismus. Die europäischen Rentenmärkte quittierten dies 
mit anhaltendem Druck auf die Notierungen. Der Bund-Future ging im 
Wochenvergleich nur leicht fester bei 115,16 aus dem Handel, die 
Rendite der Zehnjährigen notiert mit 4,04% noch immer über der 
wichtigen 4%-Marke.
Der Abwärtstrend an den internationalen Rentenmärkten dürfte auch 
in der kommenden Woche anhalten. Vor allem für die europäischen 
Bondmärkte dürfte sich das Umfeld in nächster Zeit nicht aufhellen. 
Zum einen wird der Einfluss der US-Märkte stark bleiben, zum anderen 
stehen durch die Mehrwertsteuererhöhung Belastungen für die deutsche 
Wirtschaft an.
Erste Anzeichen, wie stark diese Belastungen ausfallen, werden der
ifo-Geschäftsklimaindex und die Verbraucherpreise am kommenden 
Donnerstag liefern. Bis zuletzt ist der ifo-Index gestiegen, obwohl 
die steuerlichen Rahmenbedingungen, die sich abschwächende 
Wirtschaftsdynamik und höhere Leitzinsen im Euroraum für eine 
Abschwächung sprechen. Nun wird sich zeigen, ob die bisherigen 
Erwartungen nicht zu hoch gesteckt waren und welchen Einfluss die 
Mehrwertsteuererhöhung auf die Erwartungshaltung der Unternehmen hat.
Wir rechnen mit einem Rückgang um 1,5 Punkte auf 107. Kurssteigernd 
auf die Rentenmärkte dürfte sich allerdings nur ein überraschend 
starker Einbruch des ifo auswirken.
Auf Unternehmensseite steht die auf Hochtouren laufende 
Quartalsberichterstattung im Blickpunkt der Investoren. Bisher zeigt 
sich kein eindeutiges Bild - während die ersten Ergebnisse aus der 
Finanzbranche (Wells Fargo, JP Morgan, Merrill Lynch, Citigroup) 
überraschend gut waren und oftmals die hoch gesteckten 
Markterwartungen geschlagen wurden, blieben die Ergebnisse aus der 
Technologiebranche zumeist hinter den Erwartungen zurück. So war es 
bei AMD, Intel, IBM und Apple vor allem der Ausblick, der Analysten 
zur Vorsicht mahnte. So verlor der Nasdaq-Composite vergangene Woche 
rund 1,5%.
Im Blickpunkt für deutsche Anleger dürfte die Pressekonferenz des 
Walldorfer Softwarekonzerns SAP stehen. Nachdem das Unternehmen 
bereits vor einigen Tagen berichtete, dass die Erwartungen an das 
Neugeschäft mit 15%-17% Wachstum nicht erfüllt werden konnten - der 
Zuwachs beläuft sich im letzten Quartal auf immerhin 13,5% - geriet 
die Aktie deutlich unter Druck. Der Kurs fiel um etwa 10%, was einem 
Verlust von 5 Mrd. Euro Marktkapitalisierung entsprach. Nun muss SAP 
den Analysten und Investoren am Mittwoch erklären, wie und in welchem
Umfang das Unternehmen zukünftig wachsen wird. Mit einem KGV von etwa
22 befindet sich das Bewertungsniveau fast auf historischem Tief - 
aktuell notiert die Aktie bei rund 38 Euro und bietet unter den 
heutigen Rahmenbedingungen ein interessantes Einstiegsniveau.
Im Fazit haben sich die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen 
zerschlagen, wir rechnen erst im Juni und August mit den nächsten 
Zinsschritten in den USA. Neben der Quartalsberichterstattung dürfte 
das Thema "Zinsen" die Märkte weiter auf Trab halten, denn im letzten
Jahr war es der deutliche Zinsanstieg, der an den Aktienmärkten im 
Mai/Juni 2006 eine Korrektur größeren Ausmaßes ausgelöst hat. Somit 
dürften die kommenden Wochen geprägt sein von höherer Volatilität. 
Auch eine moderate Konsolidierung (aufgrund von Gewinnmitnahmen) 
ändert nichts daran, dass der mittelfristige Aufwärtstrend nach wie 
vor intakt ist. Niedrigere Kurse sollten jedenfalls dazu genutzt 
werden, bei ausgewählten Titeln und Märkten selektiv (nach-)zukaufen.
Die Commerzbank empfiehlt Privatanlegern die Aktie der Veolia zum 
Kauf.
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Anzahl der Aktien-Empfehlungen des "Zentralen Geschäftsfelds Privat- 
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aufgeschlüsselt nach Kategorien: 45 Kaufen / 0 Halten / 2 Verkaufen.
Anzahl der Anleihe-Empfehlungen des "Zentralen Geschäftsfelds 
Privat- und Geschäftskunden" der Commerzbank (ZPK) im 2. Quartal 2006
aufgeschlüsselt nach Kategorien: 20 Kaufen / 5 Halten / 0 Verkaufen.
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