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Die "Rhein-Neckar-Zeitung" (Heidelberg) zur Rentenkommission

Heidelberg (ots)

Die Bundesregierung sollte die von den Experten vorformulierten Reformpunkte für die Rente umsetzen. Jeder Koalitionär hat sich an bestimmten Stellen durchsetzen können. Die Union bekommt ihren späteren Renteneintritt. Die SPD kann die Ausnahmen für Härtefälle vorzeigen. Sogar Politiker werden bald in die Rentenkasse einzahlen und es wird geprüft, ob es Beamte auch tun sollten. Von daher: Chapeau für den Weitblick, Schwarz-Rot. Und das ist das Problem. Kurzfristig stehen quasi keine Maßnahmen auf dem Tableau der Experten. Die frühsten Reformen wirken Anfang der 20230-Jahre. Bis dahin sind die meisten Jahrgänge der Boomer in Rente - zu den alten Konditionen. Das bedeutet dann aber mittelfristig keine Entlastung für die Rentenkasse und keine Entlastung für den Bundeshaushalt. Schon jetzt fließt fast jeder vierte Euro in die Rente. Man könnte fast meinen, die Rentenkommission litt in den letzten Monaten unter Weitsichtigkeit. Dass es nicht sofort losgeht mit den Reformen, wird Schwarz-Rot jedenfalls dankbar annehmen.

Pressekontakt:

Rhein-Neckar-Zeitung
Dr. Klaus Welzel
Telefon: +49 (06221) 519-5011

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