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RNZ: Maß halten

    Heidelberg (ots) - Von Christian Altmeier Die CSU ist Bayern: Diese einfache Gleichung, mit der die Christsozialen die absolute Mehrheit im Freistaat auf ewig gepachtet zu haben schienen, geht unter dem Duo Huber/Beckstein offenbar nicht mehr auf. Darum pflegen die CSU-Granden nun nach Kräften das bajuwarische Brauchtum, um die CSU wieder mit dem Mir-san-mir-Gefühl zu verknüpfen. Und was könnte bayerischer sein als eine Maß Bier auf dem Oktoberfest? Doch beim Griff nach dem Maßkrug langte Günther Beckstein weit daneben. Schließlich ist Fahren unter Alkoholeinfluss auch in Bayern kein Kavaliersdelikt. Und wer in einen Unfall verwickelt wird, den trifft bereits ab 0,3-Promille eine Mitschuld - unabhängig davon, wer den Unfall verursacht hat. Verweise auf Becksteins Äußerungen werden da nicht helfen. Zumal dieser in seiner Zeit als Innenminister noch Schirmherr der landesweiten Präventionsprogramme gegen Alkohol am Steuer war. Vielleicht hätte sich Beckstein einfach ein Beispiel an seinem Vorgänger Edmund Stoiber nehmen sollen. Von dem hieß es, er habe bei Reden im Bierzelt immer nur Kamillentee im Maßkrug. Eine solche Maßnahme hätte den bierseligen Vorschlag Becksteins vielleicht verhindert. Und wenn nicht, dürfte er nach zwei Maß davon zumindest noch Auto fahren.

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