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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Steueroasen-Debatte

Bielefeld (ots) - Die Spareinlagen sind nicht mehr sicher. Dieser Satz hat eine ganz neue Bedeutung bekommen, seitdem die Offshore-Debatte tobt. Weil in dieser globalen Welt mittlerweile alles miteinander verzahnt ist und auch riesige Datenmengen offenbar vor nichts und niemandem sicher sind, werden die Steueroasen austrocknen. Das ist gut so. Wie immer in solchen Fällen wird ganz schnell ganz viel gefordert - egal, ob die Maßnahmen realistisch sind oder nicht. Da wird ein deutsches FBI gegen internationale Steuerhinterziehung vorgeschlagen, da geraten Banken und Anwälte blitzschnell an den Pranger. Und keiner weiß genau, ob es sich bei den Geldanlagen überhaupt um Steuerhinterziehung handelt und ob die Briefkastenfirmen legal oder illegal sind. Verständlich, dass die Behörden großes Interesse an den Steuerdaten haben. Dennoch ist es richtig, dass die Medien sie nicht rausrücken. Ihre Aufgabe ist es nicht, die Ministerien mit Informationen zu füttern. Journalisten sind keine Hilfsorgane der Ämter. Staatsanwaltschaften und Steuerbehörden müssen ihre Arbeit schon selber machen.

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