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24.04.2012 – 20:15

Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema Pflege

Bielefeld (ots)

Die Pflege alter Menschen hat sich in Deutschland in Teilbereichen leicht verbessert. Das war es dann aber auch schon an positiven Nachrichten, die der Bericht der Krankenkassen bereithält. Wie so oft ist es mal wieder das Geld, beziehungsweise das fehlende Geld, das eine durchgreifende Verbesserung behindert. Diejenigen, die mit dem Dienst am Menschen die wichtigste Aufgabe in unserer Gesellschaft erfüllen, werden vergleichsweise schlecht bezahlt. Pflege wird standardisiert nach Sekunden und Minuten abgerechnet. Nicht, weil es so besser, sondern weil es unter den aktuellen Bedingungen anders nicht zu finanzieren ist. Und das dicke Ende kommt erst noch. In einer alternden Gesellschaft werden künftig immer weniger Beitragszahler für immer mehr Pflegebedürftige aufkommen müssen. Pflege in der Familie wird die große Ausnahme. Und nach Altenpflegern wird bereits jetzt händeringend gesucht. Hier tickt eine Zeitbombe. Pflege sollte uns mehr wert sein. Sie ist das, was andere in den vergangenen Jahren fälschlicherweise für sich in Anspruch genommen haben: systemrelevant.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

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