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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT zum Thema Staatsdefizit

Bielefeld (ots) - Deutschland hat die Finanz- und Wirtschaftskrise weitaus besser gemeistert als alle anderen Staaten Europas. Die Konjunktur brummt, die Arbeitslosigkeit sinkt, selbst der private Konsum legt wieder leicht zu. Doch das zweite deutsche Wirtschaftswunder ist nicht einfach vom Himmel gefallen. Es hat seinen Preis - sogar einen sehr hohen. Das staatliche Rekord-Defizit von 42,8 Milliarden Euro für die ersten sechs Monate des Nachkrisenjahrs 2010 ist die Quittung für den historisch einmaligen Kraftakt des Staates zur Stabilisierung der Volkswirtschaft. Der Schuldenberg wächst bis zum Jahresende auf 1,8 Billionen Euro. Sekunde für Sekunde zahlen Bund, Länder und Gemeinden 2000 Euro nur für die Zinsen - Geld, das an anderer Stelle fehlt. Doch es ist nicht die Krise allein, die den Schuldenberg hat steigen lassen. Das Fundament haben frühere Politikergenerationen gelegt: Von 1980 bis 1990 hat sich die Staatsverschuldung verdoppelt, ebenso von 1990 bis 2000. Diese Spirale gilt es zu durchbrechen, selbst wenn das ein paar Punkte Wachstum kosten sollte. Starke Konjunktur: Ja, aber bitte ohne den Staat!

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