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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT zum Thema Gesamtschulen

    Bielefeld (ots) - Die Gesamtschulen melden sich zu Wort - und haben diesmal ein Argument zur Hand, das Schwarz-Gelb zur Sachdebatte zwingt. Nach dem beinahe ebenbürtigen Abschneiden beim Zentralabitur stellt sich jetzt heraus, dass Gesamtschulen die besseren Talent-Förderer sind. Auch wenn es sich um Selbstauskünfte bei einer Umfrage eines Interessenverbandes handelt, scheinen Grundschulprognosen insbesondere die Fähigkeiten ausländischer Schüler häufig zu übersehen. Alle Parteien in Düsseldorf betonen es gern: Nicht ein Kind und nicht eine Fertigkeit darf verloren gehen. Gerade deshalb muss die offenbar gängige Unterschätzung von Migranten Folgen haben. Schulforscher sollten jetzt klären, wie es exakt aussieht, und die Landesregierung ist durch die Gesamtschulverbände gleichfalls gefordert: Wie lange soll die bewusste Gewichtsverschiebung zugunsten des gegliederten Systems weitergehen? Oder zugespitzt gefragt: Hat man die Gesamtschule als einstiges Hätschelkind von Rot-Grün nunmehr lange genug am ausgestreckten Arm hungern lassen, um fortan erstmals gleiches Recht für alle zu gewähren?

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