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Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) Berlin 2011:Spitzentreffen der internationalen Agrarpolitik und Agrarwirtschaft zur Grünen Woche

Berlin (ots) - Handel als wichtiger Beitrag zur Ernährungssicherung

Berlin, 13. Januar 2011 - Jeder Mensch hat das Recht auf Nahrung. Dieses Recht ist aber das weltweit am häufigsten verletzte Menschenrecht. Derzeit hungern fast eine Milliarde Menschen. Wenn die Weltbevölkerung bis zum Jahr 2050 auf neun Milliarden steigt, wachsen damit auch global die Herausforderungen für die Land- und Ernährungswirtschaft. Deshalb lautet das Leitthema des Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) vom 20. bis 22. Januar 2011: "Handel und Sicherung der Welternährung: Global - Regional - Lokal".

Seit dem Jahr 2009 ist das GFFA zur Grünen Woche in Berlin eine internationale Plattform für die zentralen Zukunftsfragen zur globalen Ernährungssicherung. Das Forum ist in seiner Art einzigartig, weil hier Agrarministerinnen und Agrarminister aus aller Welt mit den Spitzen der Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Vertretern von Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammentreffen und die Probleme im Dialog erörtern. Gemeinsam werden neue Lösungsansätze entwickelt, um die anstehenden globalen Herausforderungen zu bewältigen.

Agrarministergipfel und Internationales Agrarministerpodium

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) organisiert die beiden politisch herausragenden Veranstaltungen des GFFA am 22. Januar 2011: das Internationale Agrarministerpodium im ICC Berlin und den Berliner Agrarministergipfel im Weltsaal des Auswärtigen Amts.

EU-Agrarkommissar Dr. Dacian Cioloş sowie mehrere Ministerinnen und Minister werden am Vormittag auf dem Agrarministerpodium ihre Standpunkte vertreten und sich den Fragen des Publikums stellen. Dazu zählen Ilse Aigner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der Bundesrepublik Deutschland, Marek Sawicki, Minister für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung der Republik Polen (Partnerland der IGW 2011), Elena Skrynnik, Landwirtschaftsministerin der Russischen Förderation, Gerry Ritz, Minister für Landwirtschaft und landwirtschaftliche Nahrungsmittel von Kanada, und Aziz Akhannouch, Minister für Landwirtschaft und Hochseefischerei des Königreichs Marokko. Der Generaldirektor der Welthandelsorganisation WTO, Pascal Lamy, wird eine Einleitung in das Thema geben. Bruno Le Maire, Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Fischerei der Republik Frankreich, wird das abschließende Statement halten.

Am Nachmittag sind die Agrarminister aus aller Welt zum 3. Berliner Agrarministergipfel eingeladen. Sie werden eigene Erfahrungen und Konzepte zur Rolle des Handels bei der Welternährung miteinander diskutieren. Erwartet werden Landwirtschaftsminister aus rund 50 Ländern.

Beide Veranstaltungen verfolgen ein entscheidendes Ziel: Die Bedeutung des Handels und eines integrierten Handelssystems für die Ernährungssicherung und für die Umsetzung des Rechts auf Nahrung soll stärker in das öffentliche Bewusstsein rücken. Der gemeinsame Austausch wird neue Impulse für Handel und Welternährung geben. Eine zentrale Frage lautet: Wie kann es gelingen, die Vorteile aus lokaler Wertschöpfung, regionaler Kooperation und globaler Integration zusammenzuführen? Faire Regeln auf den Märkten sind ein entscheidendes Kriterium. Auch hierbei handelt es sich um eine international zu lösende Aufgabe.

Internationales Wirtschaftspodium

Parallel zum Berliner Agrarministergipfel wird sich das Internationale Wirtschaftspodium dem Thema "From Farmers to Consumers: Business Initiatives for Sustainable Value Chains" widmen. Auch hier ist das Leitmotiv des GFFA erkennbar: Die Bedeutung lokaler Wertschöpfungsketten in Schwellen- und Entwicklungsländern soll hervorgehoben und mehr Nachhaltigkeit im Agrar- und Ernährungssektor angemahnt werden. Zudem gibt es einen Überblick über erfolgreiche Wirtschaftsinitiativen und Best-Practice-Beispiele.

Nach der Begrüßung durch Carl-Albrecht Bartmer, Präsident der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) werden zum Thema "Partnership and Cooperation as Key Success Factors" sprechen und diskutieren Hubert Weber, President Coffee Europe, Kraft Foods Europe (Keynote) sowie Joachim Felker, Vorstandsmitglied K+S AG, Michael Brockenhuus-Schack, Präsident des Danish Agriculture & Food Council, und Márcio Lopes de Freitas, Präsident des Brasilianischen Genossenschaftsverbandes (OCB). Zum Thema "Investment Climate and Viable Standards for Economic and Social Development" sprechen und diskutieren Ken Ash, Direktor des OECD Trade and Agriculture Directorate (Keynote) sowie Prof. Dr. Maggie Kigozi, Geschäftsführerin Uganda Investment Authority, Nigel Garbutt, Präsident GLOBAL G.A.P, und Hans Reitz, Gründer & Creative Director Grameen Creative Lab.

Den kommunikativen Abschluss des Global Forum for Food and Agriculture bildet ein Abendempfang der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft für die internationalen Gäste aus Politik und Wirtschaft in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom.

Fachpodien und Kooperationsbörse

Bereits am Donnerstag (20.1.) und am Freitag (21.1.) bieten Fach- und Regionalpodien mit thematischen und regionalen Bezügen quer über den Globus ein breites Veranstaltungsspektrum zu den Entwicklungstendenzen und Lösungsstrategien im Bereich Landwirtschaft und Welternährung.

Fachpodien am 20. Januar 2011

Donnerstag, 20.01.2011, 14:00 - 17:00 Uhr Investitionsmöglichkeiten in Südosteuropa (CEFTA-Staaten) Veranstalter: Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft / OMV / DEG in Kooperation mit GTZ, Ort: ICC Berlin, Saal 8

Donnerstag, 20.01.2011, 15:00 - 17:00 Uhr Modernisierungspartnerschaft als Beitrag zur weltweiten Ernährungssicherung Veranstalter: Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft / GFA / BMELV Ort: ICC Berlin, Saal 7

Donnerstag, 20.01.2011, 15:00 - 17:00 Uhr Fortschrittliche Landwirte in der Türkei - Das Önder Çiftçi Projekt Veranstalter: DLG International GmbH Ort: ICC Berlin, Saal 9

Donnerstag, 20.01.2011, 15:00 - 17:00 Uhr EU-Agrarpolitik nach 2013 - Beurteilung der Reformvorschläge der EU-Kommission Veranstalter: BMELV Ort: ICC Berlin, Saal 4/5

Fachpodien am 21. Januar 2011

Freitag, 21.01.2011, 10:00 - 12:00 Uhr

Ländliche Entwicklungspolitik gestalten - Erfahrungen aus der Praxis der Entwicklungsarbeit Veranstalter: BMZ / BMELV / GTZ Ort: ICC Berlin, Saal 3

Freitag, 21.01.2011, 10:00 - 12:00 Uhr

Rumänien - Chancen und Potentiale für deutsche Lebensmittel Veranstalter: BVE Ort: ICC Berlin, Saal 4/5

Freitag, 21.01.2011, 10:00 - 12:00 Uhr

Russlands Beitrag zur Welternährung Veranstalter: AHT GROUP AG Ort: ICC Berlin, Saal 6

Freitag, 21.01.2011, 10:00 - 12:00 Uhr

Der Mittelmeerraum - Twinning als Chance für eine intensive Zusammenarbeit Veranstalter: BMELV Ort: ICC Berlin, Saal 7

Freitag, 21.01.2011, 10:00 - 12:00 Uhr

Global Markets: What Future for Small-Holders? Veranstalter: FAO Ort: ICC Berlin, Saal 8

Freitag, 21.01.2011, 10:00 - 12:00 Uhr

Aktuelle Ergebnisse aus internationalen Betriebsvergleichen Veranstalter: agri benchmark (DLG / vTI) Ort: ICC Berlin, Saal 10

Freitag, 21.01.2011, 10:00 - 12:00 Uhr

Nachhaltige Bioenergie in Zentraleuropa - Globale, Regionale oder Lokale Handels- und Nutzungsstrategien? Veranstalter: FNR / BMU Ort: ICC Berlin, Raum 43

Freitag, 21.01.2011, 13:00 - 17:00 Uhr

Entwicklung der Agrar- und Ernährungswirtschaft in Osteuropa und Zentralasien Veranstalter: Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft Ort: ICC Berlin, Saal 3

Freitag, 21.01.2011, 13:00 - 15:00 Uhr

Regional Agricultural Trade for Food Security and Economic Development - Bridging Local and International Demand? Veranstalter: GTZ / Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft e.V. Ort: ICC Berlin, Saal 4/5

Freitag, 21.01.2011, 13:00 - 15:00 Uhr

Modern Silk Road in Central Asia: From Food Insecurity to Sustainable and Competitive Agriculture Veranstalter: FAO Ort: ICC Berlin, Saal 8

Freitag, 21.01.2011, 13:00 - 15:00 Uhr

Südamerikas Agrargigant Mercosur Veranstalter: Lateinamerika Verein e.V. Ort: ICC Berlin, Saal 9

Freitag, 21.01.2011, 13:00 - 15:00 Uhr

Betriebswirtschaftliche Perspektiven der Agrarwirtschaft in Transformations- und Schwellenländern Veranstalter: agri benchmark (DLG / vTI) Ort: ICC Berlin, Saal 10

Freitag, 21.01.2011, 13:00 - 15:00 Uhr

Food Safety - a Global Approach Veranstalter: HDE Ort: ICC Berlin, Raum 43

Freitag, 21.01.2011, 13:00 - 15:00 Uhr

Agrargiganten Russland und China und die globale Ernährungssicherung Veranstalter: IAMO Ort: ICC Berlin, Raum 44

Freitag, 21.01.2011, 15:30 - 17:30 Uhr

Wenn Worte Nahrung wären, müsste niemand hungern - Fachdiskussion mit Präsentation des Handbuchs der Welternährung Veranstalter: Deutsche Welthungerhilfe e.V. Ort: ICC Berlin, Saal 8

Freitag, 21.01.2011, 15:30 - 17:30 Uhr

Marokko - Landwirtschaft im Aufbruch Veranstalter: BMELV / MAPM / Botschaft des Königreichs Marokko in Berlin / Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft Ort: ICC Berlin, Saal 9

Freitag, 21.01.2011, 15:30 - 17:30 Uhr

Agriculture in China - modern Mechanisation and Bioenergy Veranstalter: DLG International GmbH Ort: ICC Berlin, Saal 10

Freitag, 21.01.2011, 15:30 - 17:30 Uhr

Fairer Handel - Handels- und Agrarpolitik gerecht gestalten Veranstalter: Forum Fairer Handel Ort: ICC Berlin, Raum 43

Kooperationsbörse ermöglicht neue Geschäftskontakte

Am 22. Januar lädt die Kooperationsbörse von 9 bis 15 Uhr in den Saal 2 des ICC Berlin. Im Ausland tätige deutsche Unternehmen und Institutionen kommen hier mit den Gästen des Global Forum for Food and Agriculture ins Gespräch. Ziel ist die Kontaktaufnahme mit möglichen Partnern für gemeinsame Geschäftsprojekte.

Zu den 32 Ausstellern zählen in alphabetischer Reihenfolge:

ADT Projekt GmbH, AFC Consultants International GmbH, AGRA-EUROPE (AgE), AHK | Deutsche Auslandshandelskammern, AHT GROUP AG, Management & Engineering, AMAZONEN-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG, APOLLO e.V., BMELV, Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e.V., BVVG Bodenverwertungs- und verwaltungs GmbH, CLAAS KGaA mbH, Deutscher Bauernverband e.V, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, DLG International GmbH , EkoNiva Unternehmensgruppe, FAO - Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, GFA Consulting Group GmbH, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, IAK AGRAR CONSULTING GMBH, ICON-INSTITUT GmbH Private Sector, IFWexpo Heidelberg GmbH, ILTIS GmbH, Leibniz-Institut für Agrar- entwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO), LEMKEN GmbH & Co. KG, NACCON GbR, RAUCH Landmaschinenfabrik GmbH, RIELA Karl-Heinz Knoop e.K., Rosagroconsulting, Technische Universität München, Wissenschaftszentrum Weihenstephan, Universität Hohenheim, Osteuropazentrum und die Universität Hohenheim, Tropenzentrum.

Getragen wird das GFFA vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, dem Berliner Senat, der Messe Berlin gemeinsam mit der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie, dem Deutschen Bauernverband, der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft, der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, dem Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft und den Veranstaltern der Fachpodien. Weitere Informationen finden Sie unter www.gffa-berlin.de

Wichtige Hinweise für Medienvertreter:

Im Rahmen des GFFA finden am 22. Januar drei Pressetermine statt, für die jeweils eine extra Akkreditierung erforderlich ist:

12:15 - 14 Uhr

Pressekonferenz zum Berliner Agrarministerpodium ICC Berlin, Saal 10

17 Uhr

Fototermin zum Berliner Agrarministergipfel 2011 mit den teilnehmenden Agrarministerinnen und -ministern Auswärtiges Amt, Werderscher Markt, 10117 Berlin

17:30 Uhr

Presse-Statement Bundesministerin Ilse Aigner Auswärtiges Amt, Werderscher Markt, 10117 Berlin

Akkreditierung:

Journalisten haben die Möglichkeit sich per Fax oder E-Mail zu akkreditieren. Bitte geben Sie dabei Ihren Vor- und Nachnamen, den Namen Ihrer Redaktion und Ihre Telefonnummer an. Kontaktdaten zur Akkreditierung: Pressestelle des BMELV, Fax: +49 (0)30/18 529 3179, pressestelle@bmelv.bund.de Kontakt: Philipp Erbach-Fürstenau, Tel.: +49 (0)30/18529 3172.

Pressekontakt:

Wolfgang Rogall
Tel. +49(0)30 3038-2218
Fax +49(0)30 3038-2267
E-Mail rogall@messe-berlin.de
www.messe-berlin.de

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