BDI Bundesverband der Dt. Industrie

Ostdeutschland - eine europäische Region mit Potenzial
Achtung: Sperrfrist !

    Berlin (ots) -

    Sperrfrist 14.00 Uhr


    Gemeinsame Pressemitteilung
    
    Bundesverband der Deutschen Industrie
    Deutsche Nationalstiftung
    
    "Wo versteckt sich der ostdeutsche Tiger?" lautet der Titel eines
Gutachtens zu den Wirtschaftsperspektiven der neuen Bundesländer, das
gemeinsam von der Deutschen Nationalstiftung und dem Bundesverband
der Deutschen Industrie (BDI) heute in Berlin vorgestellt wurde. Das
von der Deutschen Nationalstiftung, die 1993 von Altbundeskanzler
Helmut Schmidt gegründet wurde, in Auftrag gegebene Gutachten wurde
gemeinsam von vier Wirtschaftswissenschaftlern aus Polen, Tschechien,
den Niederlanden und Großbritannien erstellt. "Der unbefangene Blick
von außen stellt den besonderen Reiz der Studie dar", so
BDI-Hauptgeschäftsführer Ludolf v. Wartenberg.
    
    Die vier Autoren betonen in ihrer Studie, dass das gewählte Bild
von "Ostdeutschland als Wirtschaftstiger" nicht die Situation eines
überdurchschnittlichen Wirtschaftswachstums, sondern vielmehr das
noch ungenutzte Potenzial dieser Region beschreiben soll. Zwar sei
die Wirtschaftskraft gemessen am westdeutschen Niveau immer noch zu
gering. Auf der anderen Seite rufen die Wissenschaftler dazu auf, den
Erfolgen und Leistungen der ostdeutschen Wirtschaft mehr
Aufmerksamkeit zu schenken.
    
    So seien die Unterschiede zwischen ost- und westdeutschen Regionen
geringer als die regionalen Unterschiede in anderen europäischen
Staaten, wie beispielsweise in Großbritannien. Der "Tiger", so die
Gutachter, bleibe in den Köpfen der ostdeutschen Bevölkerung stecken.
Die hochgesteckten Erwartungen seien von Anfang an zu unrealistisch
gewesen. Ostdeutschland habe in besonderer Weise ein mentales
Problem. Die Politik wiederum müsse Selbstsicherheit mobilisieren, um
den Aufholprozess voranzutreiben. Helmut Schmidt fordert hier den
"Paukenschlag für den Osten" - ein Programm zur
politisch-bürokratischen 'Ausforstung' zum Wohl eines neuen
Unternehmertums in Ostdeutschland.
    
    Die politische Kernempfehlung des Gutachtens ist die
Intensivierung in der Innovationspolitik und Nutzung deutlicher
regionaler Schwerpunktsetzung (Cluster) in den neuen Bundesländern.
Vor dem Hintergrund des weltweiten Strukturwandels liegen die Chancen
Ostdeutschlands nicht anders als die anderer Regionen in der Welt.
Der strukturelle Wandel bietet gerade schwach entwickelten Regionen
und Staaten Entwicklungspotenziale, die es zu nutzen gilt, so der
Tenor der Studie. "Die insgesamt optimistische Perspektive des
Gutachtens, die Betonung der Innovationspolitik und der Appell zur
Cluster-Bildung geben neuen Anlass, über die künftige Gestaltung des
Aufbau Ost nachzudenken", forderte Albrecht Graf v. Kalnein,
Geschäftsführer der Deutschen Nationalstiftung.
    
    
ots Originaltext: Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) /
Deutschen Nationalstiftung
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