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Außenhandel setzt weiter auf Reformen

Berlin (ots)

"Die aktuellen Außenhandelszahlen zeigen vor allem eines: Von einem stabilen Aufschwung der deutschen Exportwirtschaft kann noch keine Rede sein. Die deutsche Außenwirtschaft zeigt zwar weiterhin Widerstandskraft. Aber Widerstandskraft allein reicht nicht. Die Politik muss durch grundlegende Reformen den Standort stärken und die Unternehmen entlasten", fordert Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), anlässlich der heute von Destatis veröffentlichten Außenhandelszahlen.

Und weiter: "Die volatilen Zahlen zeigen, wie fragil die wirtschaftliche Lage weiterhin ist. Deutschland ist noch lange nicht über den Berg. Die Bundesregierung hat erste Reformen auf den Weg gebracht, aber wir stehen erst am Anfang. Wir brauchen niedrigere Energie- und Standortkosten, weniger Bürokratie, bessere Investitionsbedingungen und eine aktive Handelspolitik, die unseren Unternehmen neue Märkte eröffnet."

"Gerade nach diesem Wochenende darf es deshalb kein Nachlassen beim Reformkurs geben. Alle Parteien der Bundesregierung müssen jetzt Kurs halten und Tempo machen. Deutschland braucht Wachstum und neue wirtschaftliche Dynamik - und dafür weitere Reformen statt politischem Stillstand", so der Außenhandelspräsident.

"Wir müssen bei diesen Zahlen auch die Preiseffekte berücksichtigen. Die Exportpreise lagen im Juli 4,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Ein nominales Exportwachstum von 6,1 Prozent bedeutet deshalb nicht, dass die tatsächlich exportierten Warenmengen im gleichen Umfang gestiegen sind. Bei den Importen ist dieser Effekt sogar noch stärker: Die Importpreise lagen 6,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Hinter guten nominalen Zahlen steckt also nicht automatisch entsprechend mehr Absatz. Gleichzeitig bedeuten steigende Importpreise zusätzliche Kosten für unsere Unternehmen und belasten ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit", Jandura abschließend.

Im Juli 2026 sind die deutschen Exporte gegenüber Juni 2026 kalender- und saisonbereinigt um 0,8 % und die Importe um 5,7 % gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juli 2025 nahmen die Exporte um 6,1 % und die Importe um 3,0 % zu, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt.

8. September 2026

Pressekontakt:

Iris von Rottenburg
Abteilungsleiterin Kommunikation
Frederike Röseler
Pressesprecherin
Tel: 030/590099520
Mail: presse@bga.de

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