Alle Storys
Folgen
Keine Story von BGA Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. mehr verpassen.

BGA Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V.

Außenhandel auf Rekordniveau, aber noch kein Aufschwung

Berlin (ots)

"Die deutschen Exporte sind im Juni um 0,9 Prozent gestiegen und haben mit 139,3 Milliarden Euro einen neuen Höchststand erreicht. Besonders bemerkenswert ist, dass dies trotz eines Einbruchs der Ausfuhren in die USA um mehr als 14 Prozent gelungen ist. Die Zuwächse im europäischen Geschäft und anderen Märkten konnten den starken Rückgang in unserem wichtigsten Einzelmarkt mehr als ausgleichen. Das unterstreicht, wie wichtig diversifizierte Absatzmärkte gerade in Zeiten wachsender handelspolitischer Unsicherheit sind", kommentiert Dr. Dirk Jandura, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), die heute von Destatis veröffentlichten Außenhandelszahlen.

"Gegenüber dem Juni 2025 liegen die Exporte 6,6 Prozent höher. Gleichzeitig sind die Importe gegenüber Mai mit 4,4 Prozent deutlich stärker gestiegen als die Ausfuhren. Besonders kräftig nahmen die Einfuhren aus der EU zu; aus China stiegen sie allein gegenüber dem Vormonat um 9,1 Prozent. Der Importanstieg ist zunächst auch eine Gegenbewegung zum deutlichen Rückgang im Mai und sollte deshalb nicht vorschnell als Zeichen eines kräftigen Binnenaufschwungs interpretiert werden."

Jandura weiter: "Weil die Importe wesentlich stärker gestiegen sind als die Exporte, ist der Außenhandelsüberschuss von 19,3 auf 15,4 Milliarden Euro gesunken. Gleichzeitig steigen die Exporte nun bereits den fünften Monat in Folge. Das ist ein positives Signal, aber noch kein belastbarer Aufschwung: Im ersten Halbjahr legten die Exporte um 3,7 Prozent zu, die Importe um 4,4 Prozent, während der Handelsüberschuss sogar leicht unter dem Vorjahresniveau blieb. Vor allem der erneute starke Rückgang des US-Geschäfts zeigt, wie fragil die Entwicklung bleibt.Deutschland braucht wettbewerbsfähige Standortbedingungen, weniger Bürokratie und eine verlässliche, auf Diversifizierung ausgerichtete Handelspolitik. Der geplante Industrial Accelerator Act darf dabei nicht mit pauschalen Herkunftsvorgaben und einem künstlich verengten Kreis vermeintlich vertrauenswürdiger Partner genau in die entgegengesetzte Richtung führen. Wer Europas Industrie stärken will, muss internationale Lieferketten diversifizieren, statt sie politisch zu verengen, Kosten zu erhöhen und neue Handelskonflikte zu provozieren." so Jandura abschließend.

Pressekontakt:

Iris von Rottenburg
Abteilungsleiterin Kommunikation
Frederike Röseler
Pressesprecherin
Tel: 030/590099520
Mail: presse@bga.de

Original-Content von: BGA Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V., übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: BGA Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V.
Weitere Storys: BGA Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V.
  • 24.07.2026 – 10:34

    Zwangsarbeit Vorwand, um US-Protektionismus zu rechtfertigen

    Berlin (ots) - "Der Kampf gegen Zwangsarbeit darf nicht als Vorwand dienen, um längst geplanten Protektionismus nachträglich zu rechtfertigen. Ausgerechnet der Europäischen Union Untätigkeit vorzuwerfen, ist unglaubwürdig. Die EU hat ein umfassendes Verbot von Produkten aus Zwangsarbeit beschlossen und bereitet dessen Umsetzung vor. Wir gehen davon aus, dass ein ...

  • 22.07.2026 – 10:50

    Erster wegweisender Tarifabschluss im Groß- und Außenhandel in Bayern

    Berlin (ots) - "Der Tarifabschluss ist ein schmerzhafter Kompromiss, mit dem wir als Arbeitgeber nach äußerst schwierigen Verhandlungen an die Grenze des Machbaren gegangen sind. Angesichts der sich immer weiter eintrübenden Konjunktur haben sich eine Reihe von Unternehmen sehr schwergetan, dieses Ergebnis mitzutragen. Wir hatten auf mehr Entgegenkommen der ...

  • 15.07.2026 – 14:03

    Entlastungspaket: Der große Hebel fehlt

    Berlin (ots) - "Das heute beschlossene zweite Entlastungspaket enthält zwar sinnvolle Einzelmaßnahmen, doch der große Wurf bleibt aus. Für den Groß- und Außenhandel bleibt das Paket deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die entscheidenden Reformen - etwa Genehmigungsfiktionen und der konsequente Abbau der Berichts- und Dokumentationspflichten - werden erneut vertagt. Gerade sie wären ein echter ...