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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Kaufprämie für E-Autos beschlossen Ein Armutszeugnis Wolfgang Mulke

Bielefeld (ots) - Die Bundesregierung hat der deutschen Autoindustrie ein Armutszeugnis ausgestellt. Denn Daimler, VW oder Opel mit all ihren Konzernmarken wollen den wichtigsten Zukunftstrend nicht wahrhaben. Die Ära der Verbrennungsmotoren endet langsam aber sicher. Doch statt einen Großteil der zuletzt satten Gewinne in die Entwicklung marktfähiger und bezahlbarer neuer Antriebe zu stecken, ruhen sich die Konzerne mit Ausnahme von BMW auf ihren Erfolgen aus. Das war in der Vergangenheit mehrfach so. So wetterten die Konzerne lange gegen die Einführung des Katalysators, der heute selbstverständlich zur Grundausstattung gehört. Dabei lobt sich die Branche selbst gerne als innovativ. Das ist sie nur dort, wo der schnelle Euro lockt oder mit Schummeleien bei Abgas- und Verbrauchswerten. Nun will die Bundesregierung den Herstellern mit einer milliardenschweren Kaufprämie auch noch unter die Arme greifen, damit ein paar mehr Elektrofahrzeuge auf die Straße kommen. Deren Marktanteil ist verschwindend gering. Das ursprüngliche Ziel von einer Million E-Mobilen wurde halbiert. Ob die neue Rechnung aufgeht, ist höchst ungewiss. Im Gegensatz zur Abwrackprämie 2009, die zum Kauf attraktiver neuer Fahrzeuge verleiten sollte, ist das Produkt E-Mobil zu teuer, zu unbequem und zu unerprobt. Als Steuerzahler kann man nur den Kopf schütteln. Denn den Autofirmen ist eine saubere Umwelt genauso egal wie Wettbewerbsfähigkeit bei zukünftigen technischen Generationen. Das sollte nicht belohnt werden.

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