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Neue Westfälische (Bielefeld): Rückrufaktion deutscher Autohersteller Desaster fürs Image Andrea Frühauf

Bielefeld (ots) - Autobesitzer hatten es schon lange befürchtet. Schummel-Ingenieure gibt es nicht nur bei Volkswagen. Nach der Abgasaffäre des Wolfsburger Autobauers rufen mehrere deutsche Hersteller wegen Unregelmäßigkeiten bei der Abgasbehandlung europaweit Hunderttausende Diesel-Fahrzeuge zurück - darunter auch Autos von Audi, Mercedes, Opel und Porsche. Viele der in Deutschland fahrenden Autos stoßen im Verkehr eben sehr viel mehr Stickoxide aus als bei den offiziellen Abgastests. Und dies trifft nicht nur auf VW-Modelle zu, wie Konkurrenten wie Daimler gerne behauptet hatten. Allein Daimler ruft jetzt nach Abgasnachprüfungen des Kraftfahrt-Bundesamts gut eine Viertelmillion Autos in die Werkstätten zurück und bietet in Europa freiwillig für betroffene Fahrzeuge ein Software-Update an. Der in den USA aufgedeckte VW-Skandal hat weit größere Auswirkungen, wie sich jetzt zeigt. Und die jetzige Rückrufaktion ist nur die Spitze des Eisberges. Im Wettlauf um Kunden und Absatz zieht die Autoindustrie alle der ihr zur Verfügung stehenden Register, um (Schummel-)Konkurrenten nicht vorbeiziehen zu lassen. Auch wenn die Behörde jetzt keine illegale Software fand, sondern "nur" bemängelt, dass bei bestimmten Außentemperaturen die Reinigung der Abgase zurückgefahren wird, hat sie doch erhebliche Zweifel. Das gute Image der deutschen Autohersteller ist stark angekratzt. Den Schaden zahlt nicht nur die Autoindustrie, sondern auch die Verbraucher, die mehr Stickoxide einatmen und nach einem Update mehr tanken müssen.

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