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Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR Flucht übers Mittelmeer Tragödie JULIUS MÜLLER-MEININGEN, ROM

Bielefeld (ots) - Das Mittelmeer ist weit weg von Berlin, Paris, Brüssel und Stockholm. Das ist wohl einer der Gründe dafür, warum die Flüchtlingspolitik immer noch nicht ganz oben auf der Agenda der Regierungen in Europa steht. Doch wenn die Union der 28 Staaten einen tieferen Sinn haben soll, dann muss endlich eine gemeinsame Lösung für das Drama gefunden werden, das sich Tag für Tag im Mittelmeer zuträgt. Was ist das für ein Gebilde, das Staaten und Banken rettet, aber Frauen und Kinder im Meer ertrinken lässt?, fragte Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi jetzt rhetorisch. Europa hat sich aus Angst vor "Überfremdung" mit scharfen Asylgesetzen abgeschottet. Jetzt müssen politische Konsequenzen aus der anhaltenden Tragödie gezogen werden. Im Gegensatz zur bisherigen Gesetzeslage muss es Asylsuchenden künftig möglich sein, schon vor der Überfahrt einen Asylantrag zu stellen. Wird diesem stattgegeben, ist eine sichere Einreise möglich. Das Problem des massenhaften Exodus nach Europa ist damit nicht erledigt. Es wird weiter Verzweifelte geben, die ihr Leben riskieren. Jedes Leben aber ist die Mühe der Rettung wert.

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