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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Kita-Plätze in Nordrhein-Westfalen Flexible Zeiten FLORIAN PFITZNER, DÜSSELDORF

Bielefeld (ots) - Mit dem Ausbau der Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren darf die nordrhein-westfälische Landes-regierung fürs Erste zufrieden sein. Familienministerin Ute Schäfer hat sechs Monate nach Inkrafttreten des Rechtsanspruchs allerdings nur eine Zwischenetappe hinter sich. Seit den jüngsten gesetzlichen Änderungen warten auf sie weitere Herausforderungen. Wer einen U-3-Platz für sein Kind sucht, sieht sich nicht selten mit bürokratischen Vorgaben und unflexiblen Zeiten konfrontiert. Inzwischen wird nach den Zahlen des Landes fast die Hälfte aller Kinder 45 Stunden pro Woche betreut. Etwa ebenso viele Kinder haben eine 35-Stunden-Woche in der Kita. 25 Stunden? Sehen die Pläne in NRW kaum vor. Wer also einen Platz buchen möchte, muss mitunter entgegen dem Kindeswohl hoch ansetzen. Gleichzeitig läuft der Betrieb in nur drei Prozent der Kitas über 17 Uhr hinaus. Schäfer wies auf dieses Problem hin. Jetzt braucht es Anreize, um die Stundenpläne zu ändern. Inwiefern sich Kind und Beruf miteinander vereinbaren las-sen, ist eine Frage, die viele Frau-en umtreibt. Dabei wandeln sie häufig zwischen den Gesellschaftsfallen "Rabenmutter" und "Heimchen am Herd". Solange die Kita-Träger ihre Angebote zeitlich nicht umstellen und an die Bedürfnisse in erster Linie der Mütter anpassen, kann von echter Wahlfreiheit noch nicht die Rede sein.

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