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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Streit um Salzpipeline eskaliert im Regionalrat Dunkle Wolken ignoriert MATTHIAS BUNGEROTH

Bielefeld (ots) - Die Miene von Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl (FDP) verfinsterte sich zusehends. Soviel Gegenwind aus allen Fraktionen hatte sie noch nie spüren müssen. Knapp zehn Jahre nach Gründung des Gremiums ist das Vertrauen zwischen Regionalrat und Bezirksregierung so tiefgreifend gestört wie noch nie. Die Politiker im Regionalrat wollen keine Salzpipeline, die in die Werra führt und den Charakter der Weser als Süßwasserfluss dauerhaft ins Gegenteil verkehrt. Und mithin Anstrengungen der Renaturierung des Flusses in der gesamten Region. Doch die Bezirksregierung signalisierte mit einer unabgestimmten Stellungnahme genau hier Kompromissbereitschaft. Kein Wunder, dass sich in der Politik hiergegen Widerstand formierte. Die Bezirksregierung muss sich fragen lassen, warum sie das Gremium nicht eher über diesen Punkt informiert hat, spätestens vor der Regionalratssitzung am Montag. NRW-Umweltminister Johannes Remmel lehnte Freitag in Detmold eine Pipeline rundweg ab, auch in der Kommission für Regionalplanung gab es zuvor bereits Krach. Doch die dunklen Wolken wurden ignoriert. Jetzt ist die Detmolder Behörde gefordert, das Vertrauen zur Politik wieder herzustellen. Es geht um den Ruf eines der wichtigsten Sprachrohre der Region.

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