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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Winterschäden auf den Straßen Herr der Löcher WOLFGANG MULKE, BERLIN

Bielefeld (ots) - Mit einem Milliardenbetrag will der Bundesverkehrsminister die Winterschäden auf den Straßen beseitigen. Das hört sich gut an, ist es aber nicht. Denn bei genauerem Hinschauen zeigt sich, dass für das Stopfen der vielen Löcher im Asphalt kein einziger Euro zusätzlich ausgegeben wird. Bei der genannten Summe handelt es sich um den für den Erhalt der Straßen ohnehin vorgesehenen Betrag. Wenn jetzt durch den harten Winter noch einmal zusätzliche Notmaßnahmen fällig werden, fehlt dieses Geld an anderer Stelle. Anders gesagt: Der Zustand vieler Straßen wird noch schlechter, als er an vielen Stellen ohnehin schon ist. Nun lassen sich die notwendigen finanziellen Mittel nicht einfach herbeizaubern. Das erwartet auch niemand. Doch es ist höchste Zeit für eine neue Strategie. Die vorhandenen Etats können auf den Erhalt konzentriert werden, statt zum Teil für Neubauten mit zweifelhaftem Nutzen draufzugehen. Auf jeden Fall muss bald etwas passieren, wenn das qualitative Niveau der Verkehrsinfrastruktur nicht bald auf die Höhe in einem Entwicklungsland fallen soll.

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