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10.11.2010 – 19:12

Neue Westfälische (Bielefeld)

Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Bertelsmann-Studie Bildung rettet Leben ALEXANDRA JACOBSON, BERLIN

Bielefeld (ots)

Die Zahl ist so schockierend wie eindringlich: Meh als 400 Menschen, die jedes Jahr durch Gewaltverbrechen zu Tode kommen, könnten noch leben. Wenn mehr Jugendliche einen Hauptschulabschluss, eine Chance auf Teilhabe hätten, würden sie nicht auf die schiefe Bahn geraten und in kriminellen Karrieren landen. Das deutsche Bildungssystem kümmert sich immer noch viel zu wenig um die Schwachen. Darauf unermüdlich hinzuweisen ist ein Verdienst der Bertelsmann-Stiftung. Deren großangelegte Studie zu den Folgekosten mangelnder Bildung spricht Bände: Im vergangen Jahr fanden die Gütersloher heraus, dass Deutschland durch die unzureichende Bildung in den nächsten 80 Jahren 2,8 Billionen Euro Wirtschaftsleistung durch die Lappen geht. In der neuen Studie wird nun erstmals für Deutschland nachgewiesen, dass auch Kriminalität direkt mit mangelndem Schulerfolg zusammen hängt. Die richtigen Rezepte gegen diese fatalen Entwicklungen liegen alle auf dem Tisch: Es wäre dringend notwendig, dass die Politik verstärkt das Augenmerk auf die Schulen in sozialen Brennpunkten richtet. Problemschulen brauchen viel mehr Aufmerksamkeit als all die gut funktionierenden. Sie benötigen eine bessere Ausstattung, mehr Lehrer und Sozialarbeiter. Nur so können passgenaue individuelle Förderangebote gezielt die schwachen Schüler voranbringen. Dass das alles keine Illusion ist, zeigt die Rütlischule in Berlin-Neukölln. Innerhalb weniger Jahre hat sie sich von einer verrufenen Horroranstalt zu einer vernünftigen Schule mit fruchtbarem Lernklima erntwickelt. Das hat etliche neue Planstellen gekostet. Doch was kurzfristig die Kosten in die Höhe treibt, zahlt sich langfristig aus. Nicht nur in zusätzlicher Wirtschaftsleistung. Nein, gute Bildung rettet auch Menschenleben. Schon deshalb darf sie uns nicht egal sein.

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