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Neue Westfälische (Bielefeld): "Still-Leben Ruhrschnellweg" Kultur pur STEFAN BRAMS

Bielefeld (ots) - Das soll Kultur sein!", riefen zahlreiche Kritiker aus, als die Macher der Kulturhauptstadt "Ruhr 2010" ihre wahnwitzig anmutende Idee vorstellten, die A40 komplett für Fahrzeuge zu sperren und in eine Kultur-Autobahn zu verwandeln. Das war Kultur pur, muss es seit gestern heißen. Nicht weil zwei Millionen Besucher kamen und allein die große Zahl den Veranstaltern immer auch recht gibt, sondern weil der Ruhrschleichweg tatsächlich zu einer 60 Kilometer langen Kulturstrecke wurde. Weil die Menschen die Piste nutzten, um zu zeigen, wie vielfältig und bunt das kulturelle Leben im Ruhrgebiet ist und wie viel Potential die so oft gescholtene Alltagskultur besitzt. Genau darin liegt eine der Stärken der Kulturhauptstadt "Ruhr 2010": Sie bringt die Hochkultur der Metropol-Region genau so zum Strahlen wie sie die Kultur des Alltags glänzen lässt. Das macht die Kulturhauptstadt einerseits zum Publikumsmagneten und stärkt anderseits die Ruhr-Identität. Ob das gestern bereits der "emotionale Gründungsmoment der Metropole Ruhr" war, wie Ruhr-2010-Macher Fritz Pleitgen meinte, bleibt abzuwarten. Schön war es. Kultur pur war es auch.

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