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Neue Westfälische: Rüttgers kontra Merkel Hemd statt Rock JÖRG RINNE

    Bielefeld (ots) - Eine Woche vor der Bundestagswahl fährt NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers seiner Berliner Kanzlerin in die Parade. Die Steuersenkungsversprechen, mit denen Angela Merkel am 27. September beim Wähler punkten möchte, hält der Düsseldorfer Landesfürst offensichtlich für nicht nachhaltig. Wie sonst ist es zu erklären, dass er so kurz vor dem Wählervotum Merkels Wahlkampf öffentlich torpediert. Dabei hat Rüttgers nur sein eigenes Wohl vor Augen. Denn nichts wäre für ihn landespolitisch schädlicher, als ein schwarz-gelbes Bündnis im Bund. Schließlich wird schon im Mai 2010 zwischen Rhein und Weser gewählt. Und die Spätfolgen einer Merkel-Westerwelle-Koalition dürften in Düsseldorf spürbar sein. Man muss kein Prophet sein, um zu erahnen, dass nach der Bundestagswahl die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise bei den Bürgern endgültig ankommen. Steigende Arbeitslosenzahlen, wachsende Schuldenberge und überforderte Sozialsysteme werden die neue Bundesregierung zum Handeln zwingen - nicht immer zum Wohlgefallen der Bevölkerung. Was liegt da näher, als die Regierenden zum nächstmöglichsten Zeitpunkt abzustrafen - den Landtagswahlen in NRW. Und da Rüttgers dort schon mit den Liberalen am Ruder sitzt, droht ihm Gefahr. Der Machtpolitiker hat dies längst erkannt und handelt nach dem Motto: Das Hemd ist ihm näher als der Rock. Merkel hin oder her.

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