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Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zu Guttenberg/Steinbrück

    Rostock (ots) - Es waren nur ein paar ehrliche Worte am Sonntagabend. Mitten im Wahlkampf. Peer Steinbrück und Karl-Theodor zu Guttenberg ließen bei "Anne Will" durchblicken, dass es Zeit wird für harte Einschnitte. Von 100 Milliarden Euro neuer Schulden war die Rede. Und vom Verzicht auf "das eine oder andere Liebgewonnene." Selbstbewusst kennt man die beiden Minister. Überraschend war der TV-Auftritt des CSU-SPD-Duetts nur durch den ungewollten Anfall von Ehrlichkeit mitten im Wahlkampf-Endspurt. In einer Zeit also, in der dem Wähler auf allen Kanälen das Blaue vom Himmel versprochen wird. Da sind die radikalen Steuersenker aus dem so genannten bürgerlichen Lager nicht viel besser als die Populisten der Linken, die auf ihren Plakaten schlicht "Reichtum für alle" versprechen. Umso erfreulicher, wenn einmal zumindest die halbe Wahrheit über die Mattscheibe flimmert - wo sonst die lautesten Visionäre verstummen, wenn sie nach der Finanzierbarkeit ihrer Wohltaten befragt werden.

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