PRESSEPORTAL Presseportal Logo
Alle Storys
Folgen
Keine Story von PHOENIX mehr verpassen.

21.10.2002 – 14:31

PHOENIX

Lufthansachef Weber kritisiert Steuerbeschlüsse der Koaltion - "Ein florierendes Unternehmen wird kaputt gemacht!

    Bonn    Bonn (ots)

Der Vorstandsvorsitzende der deutschen Lufthansa AG
Jürgen Weber hat  in der PHOENIX-Talkshow "Unter den Linden" mit
Moderator Bodo H. Hauser die Steuerbeschlüsse der Bundesregierung
heftig kritisiert. Dabei brandmarkte Weber die Erhebung des vollen
Mehrwertsteuersatzes auf innereuropäische Flüge als "Verzerrung des
Wettbewerbs" mit anderen nichtdeutschen Fluggesellschaften, die auf
Flugverbindungen nach Deutschland diese Steuer nicht zahlen müssten.
    
    Weber sagte, mit dieser Situation könne die Lufthansa nicht leben
und fuhr wörtlich fort: "Es kann ja nicht sein, dass hier ein
florierendes Unternehmen sehenden Auges kaputt gemacht wird."
    
    Weber unterstrich, dass der drohende Irak-Krieg die Weltwirtschaft
und besonders die Luftfahrtindustrie hart treffen könnte. Er
appellierte deshalb besonders "an die Politiker auf der anderen Seite
des Atlantiks, hier wieder zur Vernunft zu kommen."
        
    Der Lufthansa-Chef war in der PHOENIX-Sendung erstmals gemeinsam
mit dem Chef der Deutschen Bahn AG, Hartmut Mehdorn, aufgetreten. Die
beiden Chefs der größten deutschen Verkehrskonzerne unterstrichen die
Bereitschaft, die Zusammenarbeit von Bahn und Lufthansa weiter
auszubauen. So kooperiert die Lufthansa bei kurzen Verbindungen wie
etwa Stuttgart-Frankfurt und künftig auch  Köln-Frankfurt mit der
Bahn.

         MEHDORN: BAHNFAHRTEN ÜBER VIER STUNDEN SIND EINE TORTUR          Umgekehrt stellte der Bahnchef Mehdorn klar, dass sehr weite innerdeutsche Verbindungen mit der Bahn oft noch zu lange dauern würden. "Zugfahrten über vier Stunden sind eine Tortur", sagte der Bahnchef und bekannte, die Verbindung Berlin München mit dem Flugzeug zu reisen. Die Fahrt mit der Bahn auf dieser Verbindung dauert noch 6,5 Stunden. Mehdorn sagte, die Bahn wolle auf Dauer diese Strecke auf unter vier Stunden verkürzen.          Der Bahnchef begrüßte die Ankündigung der Bundesregierung, ab dem Jahre 2005 die Mehrwertsteuer auf längere Bahnfahrten zu senken, als "Schritt in die richtige Richtung".    

    Beide Konzernchefs waren sich einig, dass die Verkehrspoltik noch mehr Beachtung in Berlin finden muss. So forderte Lufthansa-Chef Weber die Politik auf, der Entwicklung einer besseren Infrastruktur in der deutschen Politik eine größere Bedeutung beizumessen. "Dieses Thema muss an der obersten Stelle stehen" sagte Weber.

    
    MEHDORN: BAHN 2005 FIT FÜR PRIVATISIERUNG
    
    Hartmut Mehdorn verteidigte das neue Preissystem der Bahn. "Es
wird besser für die Kunden", versprach der Bahn-Vorstandschef und
kündigte an, dass in Zukunft durch das neue genaue Buchungssystem
Zugschaffner im Falle von Verspätungen den Passagieren aus dem
fahrenden Zug heraus neue Verbindungen ermitteln und fest buchen
könnten.
    
    Der Bahnvorstandschef kündigte an, "die Bahn ist im Jahre 2005 fit
für die Privatisierung.  Die Entscheidung liegt beim Gesellschafter."
Die Bahn ist zur Zeit noch zu 100 Prozent im Besitz des Bundes. Die
ursprünglich für das Jahr 2003 geplante Privatisierung wurde wegen
der Finanzprobleme des Unternehmens verschoben.      
    
      "Unter den Linden" mit Moderator Bodo H. Hauser wird heute Abend,
Montag, 21.Oktober, um 21 Uhr bei Phoenix ausgestrahlt.
    
    Wiederholung am Dienstag, 22.Oktober,  9:15 Uhr
      
    
ots Originaltext: PHOENIX
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Rückfragen:

PHOENIX-Kommunikation
Regina Breetzke
Tel.: 0228/9584-193
Fax:  0228/9584-198

Original-Content von: PHOENIX, übermittelt durch news aktuell