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07.11.2007 – 16:29

Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA

Burnout in der Rushhour des Lebens

Hamburg (ots)

Eines der Titelthemen in der 11. Ausgabe des Klinikmagazins 
   "medtropole"
Daten der Krankenkassen zeigen eine extreme Zunahme psychischer 
Erkrankungen vor allem bei Menschen zwischen dreißig und fünfzig, die
auf der Höhe ihrer körperlichen Kräfte stehen und ihre 
Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit viele Jahre bewiesen haben. 
Soziologen nennen den biografischen Abschnitt zwischen dem Ende der 
Ausbildung und der Lebensmitte griffig "Rushhour des Lebens". In 
dieser Zeit drängt sich vieles zusammen: Familiengründung, 
Kinderbetreuung und Berufseinstieg, dazu häufig der Erwerb eines 
Eigenheims und die Sorge um alt gewordene Eltern. Die Tücke dieser 
Lebensphase: eigentlich Unvereinbares muss vereint werden, der 
Burnout droht. Der Psychoanalytiker Herbert Freudenberger prägte 1974
den Begriff "Burnout". Dieses "Laster der Moderne" ist eines der drei
Titelthemen in der aktuellen Ausgabe der medtropole, dem 
Klinik-Magazin für einweisende Ärzte.
In seinem instruktiven Aufsatz beschreibt Prof. Dr. Michael Sadre 
Chirazi-Stark ein typisches Fallbeispiel, sowie Entstehung und 
Entwicklung des Bournouts mit den daran beteiligten Faktoren. Der 
Chefarzt der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie des 
Hamburger Asklepios Westklinikums Rissen erläutert die wichtigsten 
Fragen:
Wie erkenne ich Burnout? 
   Welche Ursachen führen zum Burnout und wer ist gefährdet? 
   Welche Folgen hat ein Burnout und welche Behandlungsansätze gibt 
   es?
In Zeiten zunehmender Arbeitsbelastung in Krankenhäusern ist das 
Thema Burnout auch für die Asklepios Kliniken als 
verantwortungsbewusster Arbeitgeber ein ernstzunehmender Aspekt bei 
der Gestaltung der Arbeitsumgebung. Als größte Klinikkette Europas 
verfügen die Asklepios Kliniken Hamburg zudem mit den Chefärzten 
Prof. Dr. Michael Sadre Chirazi-Stark (Rissen), Dr. Hans Peter Unger 
(Harburg) sowie den Ärztlichen Direktoren der Asklepios Klinik 
Nord/Ochsenzoll, PD Dr. Claas-Hinrich Lammers und Prof. Dr. Dr. 
Stephan Ahrens (Rissen) über bundesweit anerkannte Experten auf 
diesem Gebiet. Eine Auswahl öffentlich zugänglicher Referenzen:
Prof. Dr. Dr. Stephan Ahrens im Hamburger Abendblatt und auf NDR 
   90,3: 
http://www.abendblatt.de/daten/2006/09/02/605660.html
Prof. Dr. Michael Sadre Chirazi-Stark im Hamburger Abendblatt:  
http://www.abendblatt.de/daten/2007/09/27/798639.html
Claas-Hinrich Lammers im Stern: 
http://www.presseportal.de/go2/Stern
Dr. Hans Peter Unger im Focus: 
http://www.presseportal.de/go2/Focus
Auszug aus dem aktuellen Aufsatz von Prof. Dr. Michael Sadre 
   Chirazi-Stark:
Der Psychoanalytiker Herbert Freudenberger prägte 1974 in einem 
Aufsatz den Begriff "Burnout", der in den USA in kürzester Zeit 
populär wurde. Es handelt sich nicht um eine gewöhnliche 
Arbeitsmüdigkeit, sondern um einen Zustand wechselhafter Gefühle der 
Erschöpfung und Anspannung. Der Begriff Burnout beschreibt etwas, das
die klassische psychiatrische Nomenklatur nicht vorhält, in der er 
als Diagnose nicht existiert. Dort spricht man von einer 
"Anpassungsstörung", "Belastungsstörung" oder "depressiven Störung". 
Aber in dieser Terminologie hat immer der Patient Schuld - er ist 
'"gestört". Burnout dagegen vermittelt das Gefühl, Ursache seien die 
Umstände, er klingt nach kollektivem Schicksal.
Burnout beginnt mit Überaktivität, "übertriebenem" Engagement, 
Hyperaktivität, einem Gefühl der Unentbehrlichkeit, Verleugnung 
eigener Bedürfnisse und das gesteigerte Engagement wird von 
Erschöpfungssymptomen wie chronischer Müdigkeit und Energiemangel 
begleitet. Der überaktiven Phase folgen ein emotionaler, geistiger 
und verhaltensmäßiger Rückzug von der Arbeit und der sozialen Umwelt 
allgemein. Emotional beschreiben Betroffene den Verlust positiver 
Gefühle, eine emotionale Distanzierung, die Stereotypisierung anderer
Personen, Schuldzuweisung auf andere, ein allgemeines Gefühl 
abzustumpfen und härter/zynischer zu werden. Die Folge sind 
Kontaktverlust, Verlust von Idealismus, eine negative Einstellung zur
Arbeit und erhöhte Ansprüche als Folge der "inneren Kündigung". Dann 
folgen ein tatsächlicher Abbau der Leistungsfähigkeit, der 
Konzentration, der Motivation und der Kreativität. 
Konzentrationsschwächen bei der Arbeit führen zur Desorganisation, zu
unsystematischer Arbeitsplanung, Entscheidungsunfähigkeit und 
insgesamt verringerter Initiative, damit Fehlen von 
Erneuerungsvorschlägen, einer verringerten Flexibilität. Letztlich 
entsteht ein rigides Schwarz-Weiß-Denken, Dienst nach Vorschrift und 
Widerstand gegen Veränderungen aller Art.
Schließlich droht eine ausgeprägte depressive Reaktion mit 
Verzweiflung, verstärkten Hilflosigkeitsgefühlen bis hin zu 
existenzieller Verzweiflung, allgemeiner Hoffnungslosigkeit und dem 
Gefühl der Sinnlosigkeit des Lebens.
Wer ist gefährdet?
Gefährdet sind Personen mit fast immer Mehrfachbelastungen, 
Tätigkeiten mit hohem Zeit-, Kosten- und Termindruck bei gleichzeitig
"schlechtem Arbeitsklima", sowie mit Berufen, die in der Gesellschaft
relativ geringe Anerkennung finden (z. B. sozialen, pflegerischen 
oder pädagogischen Berufen). Beim Burnout lassen sich persönliche 
Ursachen unterscheiden wie ungünstiges Stressmanagement, hohe 
Erwartungen und Ansprüche an sich selbst, starke Emotionalität, 
labiles Selbstwertgefühl, ausgeprägter Wunsch nach Anerkennung, 
unrealistische Situationswahrnehmung.
Zu den sozialen und organisationspsychologischen Ursachen gehören 
unklare Erfolgskriterien, fehlendes Feedback, wenig Anerkennung, 
Mangel an Autonomie, Handlungs- und Entfaltungsspielraum, 
Überforderung und Zeitdruck, negatives Betriebsklima, allgemeine 
Unzufriedenheit, gleichförmige Routine und wenig soziale 
Unterstützung.
Asklepios ist eine der führenden internationalen Klinikketten. Die
Gruppe trägt Verantwortung für rund 100 Einrichtungen, über 30 
Tageskliniken, 21.000 Betten und 35.000 Mitarbeiter in Deutschland, 
Europa und den USA. Jährlich vertrauen rund eine Million Patienten 
ihre Gesundheit Asklepios an. Jedes 40. Baby in Deutschland wird in 
einer Asklepios Klinik geboren. Mit diesen Kennzahlen und einer 
Umsatzverantwortung von rund 2,3 Milliarden Euro in der Gesamtgruppe 
ist Asklepios die größte private Klinikkette in der Bundesrepublik 
und in Europa. Die Asklepios Kliniken in Hamburg sind mit rund 11.000
Mitarbeitern der größte private Arbeitgeber in der Hansestadt, der 
bedeutendsten Klinikstadt Deutschlands. Jeder zweite Hamburger 
Krankenhauspatient wird in einer Asklepios Klinik behandelt. 
Asklepios Kliniken in und um Hamburg: Altona, Barmbek, Harburg, 
Klinikum Nord (Ochsenzoll / Heidberg), St. Georg, Wandsbek, 
Westklinikum Rissen, Bad Oldesloe, Bad Schwartau.

Pressekontakt:

Asklepios Kliniken Hamburg GMBH
Rudi Schmidt
Leiter Unternehmenskommunikation & Marketing

Tel. o4o 1818842134
Rudi.schmidt@asklepios.com

Original-Content von: Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA, übermittelt durch news aktuell