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14.09.2007 – 13:28

Asklepios Kliniken

Kein Zurück in die Steinzeit
Zum aktuellen Stand von Forschung und Lehre im Krankenhaus-Management

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    Hamburg (ots)

    - Querverweis: Grafik wird über obs versandt und ist unter
        http://www.presseportal.de/grafiken abrufbar -

    Asklepios nimmt zum kma-Bericht "Zurück ins Mittelalter" Stellung: Der LBK Hamburg hatte viele gute Ideen, die auch von Asklepios fortgeführt werden. In zwei grundlegenden Bereichen allerdings war eine Kurskorrektur unausweichlich: bei den Personalkosten und bei der strategischen Leistungsplanung.

    Zu hohe Personalkosten

    Zur Vorgeschichte: Der LBK Hamburg hatte ausweislich einer McKinsey Studie vor Übernahme durch Asklepios Personalkosten von EUR 3.435,- pro Fall. Nach Einführung der neuen gesetzlichen vorgeschriebenen Fallpauschalen (DRG) werden von den Kassen in Hamburg aber nur rund 2.400 EUR erstattet, also über 1000 Euro pro Fall weniger. Bei 168.000 stationären Fällen bedeutete das für die Freie und Hansestadt Hamburg ein Risiko von etwa 170 Millionen Euro Mehrkosten pro Jahr. Der Kern dieser erdrückenden Summe lag in den im Branchenvergleich deutlich überteuerten zentralen Verwaltungsstrukturen.

    Asklepios hatte die Wahl, entweder in der aufwendigen Verwaltung oder in den patientennahen Bereichen abzubauen. Asklepios hat sich dafür entschieden, in den patientennahen Bereichen Personal aufzustocken und den Verwaltungsaufwand zu reduzieren. Das war nur möglich durch eine teilweise Dezentralisierung und zugleich eine Aufrechterhaltung der vom alten LBK Hamburg eingeführten Zentralisierung, wo diese die bessere Lösung ist. Das Prinzip: dezentralen Strukturen bei sinnvoller und kompetenter Unterstützung durch zentrale Dienste.

    Zentralisierung war das Management-Modell der 80er Jahre.

    In der Diskussion über die Veränderungen des Managementwissens finden einige prinzipiellen Zu-sammenhänge nicht die angemessene Beachtung: Die hierzulande bisweilen als Innovation diskutierten Zentral-Modelle für das Management von Krankenhaus-Konglomeraten wurden bereits in den 1980er Jahren in den USA einem ausgiebigen Praxistest unterzogen. Dort endete die Zentralisie-rung fast ausnahmslos im Desaster.

    Dezentralisierung pauschal mit mittelalterlichen Methoden gleichzusetzen und Zentralisierung mit dem Etikett Innovation zu versehen, bedeutet, den international anerkannten Stand in Wissenschaft und Lehre des Krankenhausmanagements auszublenden: Vor etwa 15 Jahren haben zahlreiche Klinikketten in den USA schlechte Erfahrungen mit zentralen Strukturen verschiedener Spielarten ge-macht. Heute sind diese zu einem erheblichen Teil wieder zurückgeführt. Anders, als erhofft, waren die Zentralstrukturen ineffizient.

    Asklepios selbst war damals mit seiner us-amerikanischen Schwestergesellschaft Pacific Health Group dem Branchentrend zur Zentralisierung gefolgt. Die im Grundsatz dem LBK nicht unähnli-chen Strukturen der Zentrale des Krankenhaus-Konglomerats in Longbeach (Kalifornien) konnten aber, wie auch bei den anderen Klinikketten, die Erwartungen bei weitem nicht erfüllen.

    Heutzutage verfolgen die wichtigsten privaten Klinikketten Deutschlands eine dezentrale Strategie, mit Unterstützung durch zentrale Elemente. Kaum vorstellbar, dass alle in Deutschland erfolgrei-chen Krankenhausketten eine "mittelalterliche Strategie" haben. Auf internationaler Ebene gibt es angesichts der umfangreich vorliegenden praktischen Erfahrung und der entsprechenden analytischen Aufbereitung keine ernsthafte Diskussion, die für das Krankenhaus-Management eine Ab-kehr von dezentralen Modellen und die Einführung zentraler Strukturen fordert. Das käme nach Ansicht vieler einer Rückkehr in die Steinzeit des Krankenhausmanagements gleich.

    Selbst in einer Großstadtregion wie Hamburg führt eine Zentralisierung der medizinischen Leis-tungsstrukturen zum Verlust von Marktanteilen, da die Patienten dieser Strategie nicht folgen - nachzuvollziehen am Rückgang der Patientenzahlen im LBK vor der Privatisierung.

    Steigende Fallzahlen statt Rationierung der Medizin

    Asklepios setzt auf Qualität in der Medizin und vor allem: auf steigende Fallzahlen durch die Verbesserung des Leistungsangebots. Dies ist die zweite grundlegende Korrektur, die in Hamburg vollzogen wurde. Dieses Vorgehen ist Teil der seit über 20 Jahren erfolgreichen Firmenphilosophie. Während der LBK vor der Privatisierung durch abnehmende Fallzahlen gekennzeichnet war (siehe Graphik), kann Asklepios im Vergleich zu anderen Hamburger Häusern überproportional steigende Fallzahlen vorweisen. Die über zwei Dutzend neuen Chefärzte, allesamt hervorragende und überregional anerkannte Spezialisten, die seit der Privatisierung nach Hamburg gekommen sind, nutzen Mitarbeitern, Bürgern und Patienten.

    Asklepios:

    Asklepios ist eine der führenden internationalen Klinikketten. Die Gruppe trägt Verantwortung für rund 100 Einrichtungen, über 30 Tageskliniken, 21.000 Betten und 35.000 Mitarbeiter in Deutschland, Europa und den USA. Jährlich vertrauen rund eine Million Patienten ihre Gesundheit Asklepios an. Mit diesen Kennzahlen und einer Umsatzverantwortung von rund 2,3 Milliarden Euro in der Gesamtgruppe ist Asklepios die größte private Klinikkette in der Bundesrepublik und in Europa. Die Hamburger Asklepios Kliniken sind mit rund 11.000 Mitarbeitern der größte private Arbeitgeber in der Hansestadt, dem bedeutendsten Klinikmarkt Deutschlands. Asklepios Kliniken in und um Hamburg: Altona, Barmbek, Harburg, Klinikum Nord (Ochsenzoll / Heidberg), St. Georg, Wandsbek, Westklinikum Rissen, Bad Oldesloe, Bad Schwartau.

Pressekontakt:
Asklepios Kliniken
Zentrale Dienste Unternehmenskommunikation & Marketing
Rudi Schmidt
Tel. (040) 18 18-84 20 08
Fax  (040)18 18-84 20 46
rudi.schmidt@asklepios.com
Friedrichsberger Str. 56
22081 Hamburg
www.asklepios.com

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