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NABU und Otto-Stiftung legen Aktionsplan zum Weißstorchschutz vor

    Bonn/Hamburg (ots) - Der Naturschutzbund NABU und die Michael Otto
Stiftung für Umweltschutz haben heute in Hamburg einen Aktionsplan
zum Schutz des Weißstorchs in Deutschland vorgestellt. "Mit dem
Zukunftsprogramm Weißstorch haben wir die Voraussetzungen für den
nachhaltigen Schutz dieses attraktiven Großvogels geschaffen", sagte
Dr. Johannes Merck, Geschäftsführer der Michael Otto Stiftung für
Umweltschutz. Erstmals sei eine Fülle von Daten zur
Bestandsentwicklung oder zu regionalen Gefährdungspotenzialen einer
Vogelart in Deutschland exemplarisch zusammengetragen und
zukunftsweisend ausgewertet worden.
    
    Für NABU-Präsident Jochen Flasbarth komme es jetzt insbesondere
darauf an, die noch vorhandenen intakten Lebensräume wie Flussauen
oder Feuchtwiesen zu erhalten und zu renaturieren. Flasbarth
erinnerte Bundesverkehrsminister Bodewig an die herausragende
Bedeutung der Elbtalaue für den Weißstorch und viele andere Arten:
"Der letzte naturnahe Strom in Deutschland darf nicht durch
Ausbaumaßnahmen zerstört werden." Darüber hinaus sei es notwendig,
das Nahrungsangebot für den Weißstorch durch eine Förderung der
naturverträglichen Grünlandnutzung zu verbessern. "Von der
konsequenten Umsetzung der Agrarwende wird auch der Weißstorch
profitieren", so der NABU-Präsident. Der Aktionsplan Weißstorch sei
der Prototyp eines umfassenden Programms zum Schutz der biologischen
Vielfalt in Deutschland.
    
    Die Schutzmaßnahmen sollten sich vor allem auf jene Regionen
konzentrieren, die sich bei der Erarbeitung des Schutzprogramms als
besonders wichtig für die Verbreitung und den Bruterfolg des
Weißstorchs herausgestellt hätten. "Wir haben den Bundesländern sehr
detaillierte Vorschläge gemacht, wie sie ihrer Verantwortung für den
Storch als Flaggschiffart des Naturschutzes gerecht werden können",
sagte Flasbarth. Schließlich sollten auch die nachfolgenden
Generationen den Storch nicht nur als Mythenvogel, sondern als
wichtigen Bestandteil unseres Naturerbes kennen lernen, so Dr.
Johannes Merck abschließend.
    
ots Originaltext: NABU
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Für Rückfragen:

Kai-Michael Thomsen, NABU-Storchexperte, 0162-9098072

Markus Nipkow, NABU-Referent für Vogelschutz, 0228-4036-155

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