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12.09.2003 – 10:15

Greenpeace e.V.

Gift und Gentechnik in Metros Supermarkt der Zukunft
Greenpeace fordert Mutterkonzern von „Extra“, „Real“ und „Kaufhof“ zum Handeln auf

    (ots)

Rheinberg, 12. 9. 2003 – Mit einem schwarzen Vorhang haben 20 Greenpeace Aktivisten heute den Eingang zum „Future Store“ der Extra-Kette in Rheinberg, Nordrhein-Westfalen verdunkelt. Die Umweltschützer hielten mit verbundenen Augen ein Banner mit der Aufschrift: „Augen auf! Extra lässt Verbraucher im Dunkeln. Stoppt Gift und Gentechnik im Essen.” Der Grund für die Aktion: Der „Extra“-Mutterkonzern Metro weigert sich seit Monaten, eine Garantie dafür zu geben, dass die für „Extra“, „Kaufhof“ und „Real“ produzierten Lebensmittel keine Zutaten aus gentechnisch veränderten Pflanzen enthalten. Greenpeace hat zudem bei Recherchen in den vergangenen drei Monaten immer wieder hohe Pestizidkonzentrationen im Obst und Gemüse dieser Supermärkte entdeckt.

    „Bei ‚Extra‘ werden die Kunden für dumm verkauft“, so Corinna Hölzel, Greenpeace-Verbraucherexpertin. „Computerdisplays an jedem Einkaufswagen und Hightech-Info-Terminals sollen dem Kunden angeblich ausführliche Informationen über Inhaltsstoffe von Lebensmitteln bieten. Doch Metro verschweigt, ob in den Produkten Pestizide und Gentechnik enthalten sind. Der Konzern vertauscht hier bewusst Werbung mit tatsächlicher Information.“

    Die überwiegende Mehrheit der Verbraucher lehnt laut einer Eurobarometer-Studie (2001) Gentechnik im Essen ab. Die Metro AG, die sich selbst eine „ausgeprägte Bereitschaft“ bescheinigt, sich Kundenwünschen flexibel anzupassen, muss deshalb Gentechnik aus ihrem Sortiment nehmen und sofortige Maßnahmen zum Schutz der Verbraucher vor Pestiziden einleiten.

    Im Greenpeace-EinkaufsNetz engagieren sich zur Zeit rund 30.000 Verbraucher. Das EinkaufsNetz setzt sich für eine ökologische und sozial gerechte Lebensmittelproduktion ohne Gentechnik sowie gegen Pestizide in Lebensmitteln ein. Die Verbraucher haben die Macht am Markt. Handelsketten müssen Verbraucherinteressen akzeptieren, sich für bessere Qualität, eine naturnahe Landwirtschaft und gegen Gentechnik einsetzen und auf Importeure und Hersteller Druck ausüben.

Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Corinna Hölzel, Verbraucherexpertin, Tel.: 0173-3524391, oder Pressesprecher Björn Jettka, Tel. 040-30618 383 bzw. 0171-8780 778. Fotos und Beta-Sp Material der Aktion erhalten Sie unter 040-30618 377 bzw. 040-30618 375. Internet: www.greenpeace.de/einkaufsnetz

ots-Originaltext: Greenpeace e.V.
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Internet: www.greenpeace.de

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