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Schutz von Klima und Arktis größte Herausforderungen / Greenpeace zieht Bilanz für das Jahr 2013

Hamburg (ots) - Der Kampf gegen die Ölindustrie in der Arktis und für die Freilassung von 28 Aktivisten und zwei Journalisten in Russland hat maßgeblich die Arbeit von Greenpeace im Jahr 2013 geprägt. Die sogenannten "Arktis 30" waren nach einem friedlichen Protest gegen eine Ölbohrinsel des russischen Energiekonzerns Gazprom in der arktischen Petschorasee von der Küstenwache festgenommen und erst nach 70 Tagen wieder freigelassen worden. "Mein Dank gilt unseren Fördermitgliedern und allen, die uns bei der Freilassung der Aktivisten unterstützt haben", sagt Brigitte Behrens, Geschäftsführerin von Greenpeace Deutschland. "Der Fall der Arktis 30 zeigt, dass Zivilcourage und Umweltschutz viele Menschen über Länder- und Parteigrenzen hinweg solidarisch verbindet. Der Fall zeigt aber auch, wie sensibel einige Staaten reagieren, wenn es um die immer knapper werdenden fossilen Energieträger geht. Deshalb ist es wichtig, jetzt auf Erneuerbare Energien zu setzen, um unabhängig von Öl und Gas zu werden."

Zahlreiche Erfolge beim Schutz der Umwelt in 2013

Nach einer jahrelangen Greenpeace-Kampagne erklärt der Autokonzern Volkswagen im März 2013, dass er "ohne Wenn und Aber" CO2 reduzieren und den Ausstoß seiner Flotte auf 95 Gramm pro Kilometer senken wolle. Unter dem Druck von Greenpeace verpflichten sich im vergangenen Jahr 20 Modefirmen zum Verzicht auf gefährliche Chemikalien. Im Juli weist Greenpeace Pestizidrückstände in importierten pflanzlichen Heilmitteln aus China nach. Zum Teil sind es regelrechte Pestizidcocktails von bis zu drei oder mehr Chemikalien. Greenpeace deckt auf, dass Walfleisch aus Grönland über Hamburg nach Japan transportiert werden soll. Nachdem Greenpeace-Aktivisten im Hamburger Hafen gegen die Transporte protestierten, verweigern die Reedereien "Evergreen" und "Samskip" den Weitertransport und schicken das Walfleisch zurück nach Island. Auch in anderen Bereichen haben die rund 4.800 Ehrenamtlichen von Greenpeace erfolgreiche Arbeit geleistet. So kartieren sie beispielsweise die Bestände alter Buchenwälder in Bayern, Hessen und Niedersachsen und machen dadurch Druck auf Politiker und Förstereien, die deutschen Wälder besser zu schützen.

Zahl der Fördermitglieder und Spenden steigt im Jahr 2013 an

Im vergangenen Jahr hat die Zahl der Fördermitglieder und Spenden einen neuen Höchststand erreicht. Insgesamt unterstützen 591.000 (2012: 588.651) Menschen Greenpeace durch ihre Zuwendungen. Die Spenden stiegen auf 54.9 Millionen Euro (2012: 53,5). Leider kam es 2013 auch zu einer folgenschweren Fehleinschätzung eines Mitarbeiters bei Greenpeace International, der Währungsschwankungen ausgleichen wollte. Dieses führte zu einem Verlust, der das Jahresergebnis von Greenpeace International belastet. Greenpeace hat dazu ausführlich berichtet. Deutsche Spenden sind von dem Verlust nicht betroffen, da diese an konkrete Kampagnen gebunden sind. Diese dürfen daher nicht für Infrastrukturprojekte oder den Ausgleich der Verluste aufgewendet werden. Sie fließen beispielsweise in Laboranalysen für die Chemiekampagne, Recherchen im Amazonas-Regenwald oder auch in die weltweite Kampagnenarbeit. "Greenpeace ist und bleibt unabhängig und unbequem. Wir zeigen auf, wer die Schuldigen für Umweltverbrechen sind. Dabei ist es uns wichtig, dass wir uns weder von der Industrie noch vom Staat oder von Parteien sponsern lassen", sagt Brigitte Behrens.

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