Mittelbayerische Zeitung

Mittelbayerische Zeitung: Entspannt bleiben
Kommentar zur Akademikerschwemme

Regensburg (ots) - Binnen weniger Jahre hat sich die Einschätzung gedreht: Erst gab es in Deutschland angeblich zu wenige Akademiker, jetzt heißt es (mal wieder), es wären zu viele. Was stimmt? Nun - wir haben nicht zu viele, aber oft die falschen Akademiker: Von vermeintlich besten, später vielmals enttäuschten, Karriereaussichten Fehlgeleitete. Und wir haben vor allem allzu viele ungeeignete Aspiranten für eine akademische Bildung an den Gymnasien. Eltern versetzt allein der Gedanke in Panik, dass der Nachwuchs kein Abitur haben wird. Das ganze Leben verdorben, lautet die Befürchtung. Aber das stimmt nicht. Längst verbessern sich wieder die Perspektiven für Handwerker und andere Fachkräfte - sofern sie in einer zahlungskräftigen und florierenden Branche tätig sind. Gerade selbstständige Handwerker überholen viele Akademiker beim Einkommen mit Karacho. Es hilft dabei sehr, wenn einem die Firma gehört. Als abhängig Beschäftiger wird kaum jemand reich. In der Diskussion, ob wir zu viele Akademiker haben, ist viel Ideologie und Taktik im Spiel. Es geht auf beiden Seiten darum, möglichst viele Köpfe in Reichweite zu haben - das fördert den Wettbewerb und drückt die Preise ist gleich Löhne. Bildung schadet niemandem. Viel Bildung auch nicht. Sie muss nur zu den Fähigkeiten und Neigungen des jeweiligen Menschen passen. Das sollten Eltern und junge Menschen zur alleinigen Maxime erheben - und ganz entspannt bleiben.

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