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Mittelbayerische Zeitung: Kommentar zu Roaming-Gebühren: Praktische EU, von Hanna Vauchelle

Regensburg (ots) - Im vergangenen Jahr hatte die Internetkommissarin Neelie Kroes vor den Abgeordneten des Europaparlamentes gesagt: "Ich möchte, dass Sie zu ihren Wählerinnen und Wählern zurückgehen können und sagen, dass Sie die Roaming-Gebühren abschaffen konnten." Diese Mission ist nun erfüllt - rechtzeitig vor der Wahl. Seit gestern ist das Ende der lästigen Gebühr besiegelt. So banal die Entscheidung für große EU-Visionäre sein mag, so wertvoll ist sie für die Bürger. Während der europäische Binnenmarkt den EU-weiten Warenhandel enorm erleichtert, hat der Mobiltelefonnutzer noch immer nicht viel davon. Grenzüberschreitende Bankgeschäfte, Kreditverträge oder Arztkosten - dank des einheitlichen Marktes gibt es in der EU mehr Wettbewerb und damit transparente Preise. Nur die Telekommunikationsbranche hätte am liebsten an ihrer Position festgehalten. Erst als Brüssel die Gesetzeskeule gezückt hat, sind die Gebühren schrittweise zurückgefahren worden. Ab 2016 dürften sie dann endgültig Geschichte sein. Es sind solche Beispiele, die die EU vor den Europawahlen dringend braucht. Schon jetzt zeichnet sich eine geringe Wahlbeteiligung ab. Für zu viele Bürger ist die Europäische Union nach wie vor abstrakt, bürokratisch und unübersichtlich. Es ist gut, dass die Vorteile der Union nun erneut praktisch erfahrbar gemacht werden.

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