Stiftung Familienunternehmen

Tag des deutschen Familienunternehmens: Politik darf nicht das Saatgut verfüttern - Familienunternehmen fordern die Stärkung des Verantwortungseigentums

Berlin (ots) - "Eine Krise löst die andere ab, die Lage spitzt sich dramatisch zu! Und viele Maßnahmen greifen nicht, weil sie nicht an der Wurzel allen Übels ansetzen: nämlich an der Entkoppelung von Eigentum, Kontrolle und Haftung, die zu Spekulationsblasen ungeahnten Ausmaßes führen", so Prof. Dr. Dr. h.c. Brun-Hagen Hennerkes, Vorstand der Stiftung Familienunternehmen, der als Gastgeber den heutigen "Tag des deutschen Familienunternehmens" in Berlin eröffnet.

Familienunternehmen stehen wie keine andere Unternehmensform für diese Trias, die auch in einer krisenhaften Umgebung Stabilität, mehr noch: Wachstum und Sicherung der Arbeitsplätze, gewährleistet. "Deshalb sollte das wirtschaftspolitische Leitbild stärker auf Familienunternehmen ausgerichtet werden. Und auch der politischen Führung empfehle ich, sich die Perspektive der Familienunternehmer zueigen zu machen", moniert Hennerkes und fordert weiter: "Vordringliche Aufgabe unseres Landes sollte die Förderung des Verantwortungseigentums sein, für das keine andere Unternehmensform mehr steht als die der Familienunternehmen." Im Gegensatz zu vielen anonymen Finanztiteln in wechselndem Streubesitz aber auch im Vergleich zu dem Kollektiveigentum, welches durch ausufernde staatliche Engagements entsteht, sind Familienunternehmen durch haftende Eigentümer gekennzeichnet. Sie fühlen sich ihrer Region verbunden und verfolgen ein gemeinsames Ziel: Die Weitergabe eines gesunden Unternehmens an die nächste Generation.

Substanz fördern - nicht schwächen

Konkret warnen die Familienunternehmen daher vor wettbewerbsverzerrenden staatlichen Subventionsprogrammen sowie substanzgefährdenden Steuern. Sollten diese in Folge der explosionsartig gestiegenen Staatsverschuldung ausgeweitet werden, wäre dieses eine völlig falsche Lehre aus der Krise. "Das Verantwortungseigentum in Form der Familienunternehmen ist die wesentliche Säule unseres -noch verbleibenden- volkswirtschaftlichen Kapitalstocks. Diesen zu gefährden, wäre ebenso sündhaft wie die Verfütterung von Saatgut. Es ist ein Gebot der Stunde, sich auf die Familienunternehmen als Urform des Wirtschaftens zurückzubesinnen. Sie denken in Generationen und sehen sich siriusweit von dem kurzfristig spekulativen Gebaren der Finanzmärkte entfernt", so die abschließenden Worte von Hennerkes an die Adresse seiner Nachredner.

Im direkten Dialog mit der Politik

Den direkten Dialog zwischen Familienunternehmen und Politik herzustellen und zu vertiefen - dazu werden die mehr als 300 bedeutenden Familienunternehmer aus ganz Deutschland im Laufe des "Tags des deutschen Familienunternehmens" noch intensiv Gelegenheit haben: Zu den Gastrednern gehören am heutigen Freitag u.a. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, Finanzminister Dr. Wolfgang Schäuble und SPD-Chef Sigmar Gabriel. Zudem wird die Finanzierung von Familienunternehmen von Hans-Joachim Metternich beleuchtet, der Bilanz aus den ersten 100 Tagen seiner Tätigkeit als Kreditmediator der Bundesregierung zieht. Dr. Heinrich Weiss wird als Vorsitzender der Geschäftsführung der SMS Gruppe einen Einblick geben, wie sich sein Unternehmen in einer globalisierten Welt positioniert. Die SMS Gruppe ist als Familienunternehmen heute weltweit führend beim Bau von Hütten- und Walzwerken.

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