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Ärztebündnis gegen obszöne Medikamentenpreise: Verschwendung von Unsummen für völlig überteuerte Arzneimittel

Hamburg (ots) - "Im Bereich der Krebstherapie werden im deutschen Gesundheitswesen Eurobeträge in Milliardenhöhe seit Jahren verschleudert. Selbst absurdeste, ja obszöne Medikamentenpreise von über 100.000 Euro werden ohne mit der Wimper zu zucken von den Krankenkassen bezahlt", warnt das "Ärztebündnis gegen obszöne Medikamentenpreise" (ÄBOM) in einem offenen Brief an Bundesgesundheitsminister Phillip Rösler.

"Den Aufsichtsbehörden ist das gleichgültig", schimpft Dr. Jürgen Tacke, Sprecher des Bündnisses: "In den Behördenstübchen wird peinlich darauf geachtet, nicht bei der Pharmaindustrie anzuecken. Selbst der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses, Herr Dr. Rainer Hess, knickt vor der Pharma-Industrie ein", sagt Tacke.

"Es wird Zeit, Konsequenzen aus dem Versagen der Behörden und Ausschüsse zu ziehen. Es macht keinen Sinn, die an der Basis arbeitenden Ärzte mit immer neuen Regulierungen zu überhäufen, um hier und da noch einige Hundert Euro zu sparen, wenn gleichzeitig Milliarden Euro sinnlos für die Pharmakonzerne zum Fenster herausgeworfen werden" heißt es in dem offenen Brief weiter. "Ein Gesundheitsminister kann sich durchmogeln oder die Wahrheit sagen. Greifen Sie durch, Herr Minister!", fordert Tacke Rösler auf.

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Den ganzen offenen Brief erhalten Sie hier: http://www.arztwiki.de/wiki/ÄBOM

Pressekontakt:

Dr. Jürgen Tacke,
Sprecher des ÄBOM,
Tel. 0221 - 93 64 14-0

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