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Moderne Feuerstätten: Unabhängige Prüfstellen stehen für eine sichere und saubere Verbrennung

    Frankfurt am Main (ots) - Jede häusliche Feuerstätte für feste Brennstoffe, also jeder Kamin- oder Kachelofen sowie auch jeder geschlossene Heizkamineinsatz, der neu auf den Markt kommt, wird zuvor von einer der sieben staatlich benannten unabhängigen deutschen oder einer europäischen Prüfstelle herstellerneutral auf "Herz und Nieren" geprüft. So ist schon seit Jahrzehnten sicher gestellt, dass die Geräte ordnungsgemäß arbeiten und die Sicherheitsbestimmungen erfüllen.

    Aktuell steht die Reduzierung von Luftschadstoffen - dazu zählen Stickoxide und Kohlendioxid ebenso wie Feinstaub - im Vordergrund. Die geplante Neuregelung der so genannten Bundes-Immissionsschutzverordnung (1. BImSchV) setzt, beginnend im Jahr 2015, in mehreren Stufen strenge Grenzwerte auch für Altgeräte fest. Heute erhältliche Geräte hingegen erfüllen in aller Regel bereits die geplanten Grenzwerte der ersten Stufe und genießen somit Bestandsschutz.

    "Jedes Gerätemodell, das neu auf den Markt kommt, wird zuvor einer Typenprüfung gemäß der zutreffenden DIN- und EN-Normen für Festbrennstoffgeräte unterzogen", so Frank Kienle, Geschäftsführer des HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e.V., zu dem festgelegten Prozedere, das unabhängig davon erfolgt, ob es sich um ein preisgünstiges Gerät aus dem Baumarkt oder ein Design-Modell aus dem Kaminstudio handelt. "Dabei werden auf Wunsch des Herstellers auch die Emissionen erfasst, die bei einer Typenprüfung normalerweise nicht gemessen werden. Mit entscheidend für die Höhe der Emissionen von Feinstaub und anderen Stoffen ist die Geometrie des Feuerraums und die richtige Verbrennungsluftzuführung. Diese Parameter sind jedoch nicht vom Anschaffungspreis, sondern von der Konstruktion des Gerätes abhängig."

    Effiziente Heiztechnik: Offene Kamine mit Heizkamineinsätzen nachrüsten

    Besonders vorteilhaft sind Kaminkassetten, die einen bisher offenen Kamin wesentlich wirtschaftlicher und emissionsärmer machen. Der HKI empfiehlt daher, diese klassischste und älteste aller Feuerstätten mit einem solchen Kaminkassette auszustatten. Eine optimale Luftzufuhr und die besondere Konstruktion steigern den Wirkungsgrad deutlich und verhindern, dass - wie bisher - ein Großteil der Wärme einfach in die Luft geblasen wird.

      Unter Kaminkassette versteht man einen passgenau angefertigten,
geschlossenen Einsatz, der in der Regel mit einer Glastür versehen
ist und für den nachträglichen Einbau in einen offenen Kamin bestimmt
ist. Bei gleicher Wärmeabgabe benötigt man damit bis zu zwei Drittel
weniger Holz. Die Installation einer solchen Kassette sollte durch
einen Fachbetrieb durchgeführt werden und muss im Vorfeld unbedingt
mit dem Bezirksschornsteinfeger abgesprochen werden, da der Kamin
nach der Umrüstung einer wesentlich höheren thermischen Belastung
ausgesetzt ist.

    Online-Datenbank gibt Auskunft über die Messergebnisse von Feuerstätten

    Wer die Anschaffung eines neuen Kaminofens plant, so der abschließende Tipp des HKI, sollte beim Kauf nach den Emissionswerten fragen und auf eventuelle Zertifikate wie das DIN-Plus-Zeichen und die Erfüllung kommunaler Anforderungen achten. Außerdem wird vom HKI derzeit eine Online-Datenbank aufgebaut, auf der sich Verbraucher, Schornsteinfeger und Behörden im Internet unter www.hki-online.de kostenlos über die einzelnen Gerätetypen und deren Messergebnisse informieren können.

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