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INSIGHT Health zur Entwicklung auf dem GKV-Markt 2009: Menge der verordneten Medikamente legt weiter zu - Trend zu größeren Packungen ungebrochen

Waldems-Esch (ots) - Im vergangenen Jahr haben die Ärzte knapp 17 Mio. Packungen mit Fertigarzneimitteln mehr zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verordnet, als in 2007. Das entspricht einem Zuwachs von knapp 2,6 Prozent. Deutlich stärker als die Packungsmenge stieg die Menge der verordneten Standardeinheiten, d.h. der einzelnen Tabletten, Dragees oder Zäpfchen. Sie wuchs um gut 4,4 Prozent. Dabei legten im Betrachtungszeitraum vor allem die oralen Darreichungsformen zu, die für 80 Prozent des Arzneimittelverbrauchs in der GKV stehen (+ 5,3 Prozent). Dieses Phänomen zeigt sich über nahezu alle Marktsegmente im GKV-Markt, sei es bei den Generika oder bei den patentgeschützten Arzneimitteln. Für die Experten von INSIGHT Health ist dies ein Indiz dafür, dass der Trend zur Verordnung größerer Packungsinhalte ungebrochen ist. INSIGHT Health ermittelte diese Werte auf der Basis von Daten der Apothekenrechenzentren zu den zu Lasten der GKV verordneten Arzneimitteln.

Nachdem die Verordnungsmenge im GKV-Markt 2006 mit 637 Mio. Packungen einen Tiefststand erreicht hatte, war in den vergangenen beiden Jahren jeweils ein nennenswerter Anstieg auf zuletzt 667 Mio. Packungen zu verzeichnen (2007: + 13 Mio. Packungen, 2008: + 17 Mio. Packungen).

Gleichzeitig haben die GKV-Verordnungen für die Apotheker über die letzten Jahre leicht an Bedeutung gewonnen. Sind 2005 noch 40 Prozent aller Fertigarzneimittel in den Apotheken über GKV-Rezept abgegeben worden, so waren es im vergangenen Jahr fast 41,5 Prozent. Angesichts überwiegend fixer, weitgehend preisunabhängiger Vergütungen je abgegebenem Fertigarzneimittel im GKV-Markt ist dies für die Apotheker sicherlich eine positive Entwicklung.

Überdurchschnittlich entwickelten sich auch im vergangenen Jahr die Generika. Sie legten um knapp 8,5 Prozent zu. Ihr Verordnungsanteil am gesamten GKV-Markt stieg damit binnen Jahresfrist von knapp 59 auf gut 62 Prozent. Dieser Zuwachs ging vollständig zu Lasten der Originalpräparate, deren Patentschutz abgelaufen ist. Bei diesen Medikamenten ging die Verordnungsmenge um 19 Prozent zurück. Ihr Marktanteil sank damit auf knapp 12,4 Prozent. Gemeinsam repräsentieren Generika und Altoriginale unverändert rund drei Viertel aller Verordnungen zu Lasten der GKV. Die Experten von INSIGHT Health führen diese Verschiebung vor allem auf die wachsende Bedeutung von Rabattverträgen zurück.

Auch im vergangenen Jahr entfiel der Löwenanteil der Verordnungen zu Lasten der GKV auf die Allgemeinmediziner und Internisten. In den vergangenen Jahren ist ihre Bedeutung sogar noch leicht gestiegen (2005: 73,1 Prozent, 2008: 74,1 Prozent). Dieser Zuwachs ist allein auf die Verordnungsentwicklung bei den Internisten zurückzuführen. Seit 2005 stieg ihr Verordnungsanteil am GKV-Markt von etwas über 20 Prozent auf zuletzt knapp 22 Prozent.

Überdurchschnittliche Zuwächse sehen die Experten von INSIGHT Health für das vergangene Jahr nicht zuletzt in den Indikationsgebieten, die vor allem von dieser Ärztegruppe behandelt werden. Dies gilt sowohl für die Mittel zur Behandlung von Magengeschwüren (+ 11 Prozent), wie Lipidsenkern (+ 11 Prozent) und modernen Herz-Kreislauf-Präparaten wie den Angiotensin-II-Antagonisten (+ 14 Prozent). Auch bei den Herz-Kreislauf-Präparaten stellen die Fachleute von INSIGHT Health einen Verordnungsaustausch moderner gegen ältere Präparate fest. So ging gleichzeitig z.B. die Verordnungsmenge bei Herzglykosiden (-8 Prozent) oder Nitraten (-7 Prozent) deutlich zurück.

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