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Neues Deutschland: zur Lage im Nahen Osten

Berlin (ots)

Dass der Nahe Osten von Krise zu Krise schlittert,
ist nicht eben neu. Wohl aber, dass die Flammen, wie am Wochenende, 
gleich an mehreren Stellen auflodern: In den palästinensischen 
Gebieten verschärft sich der Streit zwischen Hamas und Fatah. Aus 
Teheran kommen neue Drohgebärden gegen Israel. In Libanon könnten die
Massenproteste gegen die Regierung in einen Bürgerkrieg münden. Und 
die »internationale Gemeinschaft« schaut zu. Wieder einmal.
 Nur auf den ersten Blick haben Palästina und Iran nichts mit der 
Eskalation in Libanon zu tun. Tatsächlich stehen die 
Auseinandersetzungen im Zedernland im Kontext mit den anderen 
Spannungsherden der Region. Zentrales Problem dabei bleibt die 
Besetzung der palästinensischen Gebiete. Auf dem Feuer dieses 
Konfliktes können iranische Hardliner ihre antisemitische Suppe 
ebenso kochen wie palästinensische Extremisten Gewaltpläne schmieden,
Damaskus kann seine gewollte oder reale Schutzrolle gegen Feinde 
Libanons pflegen und die Siniora-Regierung Hilferufe an den Westen 
richten.
 Punktuelle Lösungen werden die Konflikte im Nahen Osten nicht 
dauerhaft entspannen können. Gerade dies aber ist Politik der 
westlichen Staaten. Sicher ist es richtig und notwendig, gefährlichen
Krisen die Spitze zu brechen. Solange es allerdings keine ernsthaften
Vermittlungsbemühungen zwischen Israel und den Palästinensern gibt, 
wird sich die Gewaltspirale weiter drehen. Das Nahost-Quartett aber 
schweigt.

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Rückfragen bitte an:
Neues Deutschland
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Telefon: 030/29 78 17 21

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