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Neues Deutschland: Neues Deutschland, Berlin, zu den Landtagswahlen

    Berlin (ots) - Die gute Botschaft: Drei Landtagswahlen sind Geschichte. Die noch bessere: Die Linke konnte in allen drei Ländern zulegen und die rechtsextreme DVU zieht nicht in den Magdeburger Landtag ein. Die schlechte Botschaft: In Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz schwingen höchstwahrscheinlich nach wie vor drei alternde Männer das Zepter. Wenn der so genannte erste Stimmungstest für die Merkel-Müntefering-Koalition in Berlin ein untrügliches Ergebnis zeitigte - dann das der Ernüchterung, die sich in Wahlmüdigkeit manifestiert. Nach den politischen Turbulenzen des Vorjahres, vorgezogener Bundestagswahl und dann folgendem Gerangel um die große Koalition, waren es offenbar viele der 17 Millionen Wähler am Sonntag leid, sich schon wieder zu einer scheinbaren Entscheidung rufen zu lassen. Einer zwischen dem einen und dem anderen Befürworter von Hartz IV. Einer Wahl zwischen dem einen und dem anderen Fan höherer Mehrwertsteuer. Einer Entscheidung, die sich hernach als Schulterschluss der Kontrahenten erweist, die sich mit nicht zu überbietender Genügsamkeit als Wert an sich gerieren. Die »Garanten«, als die die bisherigen Ministerpräsidenten sich indirekt oder, wie im Falle Wolfgang Böhmers, ganz direkt anempfohlen haben, konnten denkbar wenige Wähler hinterm Ofen vorlocken. Denn das, was sie garantieren, ist das berühmte »Weiter so«. Denkbar viele Wähler honorierten das mit deutlichem »Nein danke«.

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