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Neues Deutschland: zum Abschluss des Weltwasserforums

    Berlin (ots) - Ohne Wasser ist schlecht segeln, pflegte meine Großmutter immer zu sagen. Und nicht nur das. Auch im 21. Jahrhundert verfügen 40 Prozent der Weltbevölkerung lediglich über einen begrenzten Zugang zu sauberem Wasser, zweieinhalb Milliarden Menschen sind nicht an eine Abwasserentsorgung angeschlossen. Jeder Zweite in den Entwicklungsländern muss sich aus verschmutzten Quellen versorgen, und viele bezahlen diesen Notstand mit dem Leben. Darum wurde auf dem gestern am Wassertag der Vereinten Nationen zu Ende gegangenen vierten Weltwasserforum darauf gedrängt, endlich das Menschenrecht auf freien Zugang zu dieser wichtigen Ressource festzuschreiben.   Doch wenn die internationale Gemeinschaft ihr UN-Millenniums-Ziel erreichen und die Zahl der Menschen ohne Chance auf sauberes Trinkwasser bis 2015 halbieren will, müssen wohlfeilen Erklärungen auch nachhaltige Programme jenseits allein Profit maximierender Privatisierungen und ein grenzüberschreitendes Wassermanagement folgen, um für eine gerechtere Verteilung zu sorgen. Wenn etwa in den nächsten Jahrzehnten das Ausbleiben von Niederschlägen in einem Großteil Afrikas zum Austrocknen von  Flüssen und Seen führen wird, wie Experten befürchten, dann wächst auch die Gefahr gewaltsamer Auseinandersetzungen um das so kostbare Nass. Und Andersen Nexös Wort vom Wasser als Blut dieser Erde bekäme eine völlig neue Bedeutung.

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