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Neues Deutschland: zur deutschen Energiepolitik

    Berlin (ots) - E.ON gibt Entwarnung: Der Druck auf den Gasleitungen ist seit gestern Morgen wieder normal. Die von manchen Auguren schon an die Wand gemalte Versorgungskrise bleibt also aus. Für einige Wirtschaftspolitiker haben die Unkenrufe aber trotzdem ihren Zweck erfüllt: Die Verlängerung der AKW-Laufzeiten ist wieder im Gespräch. Es ist ein bekanntes Ritual: Bei Energieproblemen wie jetzt im Zuge des Gas-Streits zwischen Moskau und Kiew werden Großtechnologien aus der Klamottenkiste gekramt: Mal sollen es die AKW richten, mal Braunkohle oder Gas. Damit verstellt man sich aber den Blick auf die Herausforderungen der Zukunft. Die vermeintlichen Retter haben allesamt den entscheidenden Nachteil, auf knapper werdenden Rohstoffen aufzubauen, deren Weltmarktpreise bei extremen Schwankungen generell steigen. Außerdem bringen sie das Weltklima ins Schwitzen oder bergen andere Umweltrisiken.   Der Lösungsweg aus diesen Dilemmas ist eigentlich ein alter Hut: der Ausbau von Windkraft, Biomasse und Solartechnik, dezentral organisiert und gepaart mit einer massiven Energiespar-Offensive. Man würde sich damit  unabhängiger machen von fernen Rohstoff-Despotien, aber auch von einheimischen wie multinationalen Quasi-Monopolisten, die ebenfalls die Preise diktieren können. Dann würden bei E.ON & Co. die Warnlampen erst gar nicht mehr  zu blinken aufhören!

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